Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung

Veröffentlicht von am Aug 12, 2014 in Allgemein

Nachhaltige SuchmaschinenoptimierungIn den  vergangenen Jahren sind die Anforderungen der Optimierung für langfristige und erfolgreiche SEO Kampagnen deutlich gewachsen.  Das Niveau und die Qualität  der SEO Kenntnisse auf Seiten der Unternehmen und Agenturen ist rasant gestiegen. Die einfachen SEO Basics sind in den meisten Fällen nicht mehr ausreichend, um sich Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz zu sichern.

Nicht zu vergessen: Die Gefahr vor Abstrafungen und Restriktionen der Suchmaschinen für „unsaubere“ SEO Optimierungen war nie höher als heute. Daher ist es unabdingbar, dass Unternehmen auf nachhaltige Ergebnisse abzielen, ein kompetentes Team mit der Aufgrabe betreuen und sich somit von der Konkurrenz absetzen. Denn die Konsequenzen für ein „lapidares“ SEO können erheblich sein und der Marke langfristig schaden. Wir haben 47 SEO Experten gefragt, was sie unter einer nachhaltigen SEO Optimierung verstehen, welche Erfahrungen sie in Bezug auf das Thema gesammelt haben und welche Praxistipps sie uns exklusiv verraten:

Inhaltsverzeichnis:

Nicolas Sacotte – “Nachhaltiges SEO kostet Zeit und Geld”

Nicolas Sacotte„Nachhaltiges SEO“ ist gar nicht so einfach, wie viele immer denken! Gerade in hart umkämpften Bereichen sind kurz- und mittelfristige Erfolge nur dann zu erzielen, wenn man sich auch im Grenzbereich der google-Guidelines bewegt, langfristige (und damit nachhaltige Erfolge) kosten viel Zeit und damit auch Geld.

Sicher muss die Nachhaltigkeit oberste Priorität haben, aber viele SEO-Kunden scheinen dann nicht zu verstehen, dass sie gemeinsam mit der betreuenden Agentur teilweise eine lange Durststrecke bewältigen müssen, bis die erste stabile organische Sichtbarkeit erreicht wird, die konvertierenden Traffic liefert. Diese Durststrecke ist hart, weil der Kunde für die SEO-Dienstleistung nicht nur in Vorleistung gehen muss, sondern natürlich ontop zeitgleich Traffic über alternative (PPC) Channels einkauft. Diese Tatsache führt dazu, dass Kunden leider oft den Dienstleister aussuchen, der günstiger ist und/oder die größten Versprechungen macht. Klar gibt es auch alteingesessene Brands, des SEOs Traumkunden, die sich bisher noch nie mit SEO befasst haben, von keiner anderen Agentur „verbrannt“ wurden und über ein satt-grünes Linkprofil verfügen. Da ist Nachhaltigkeit kein Thema, weil man mit etwas Cleverness und OnPage-Handwerkszeug (ganz ohne Linkaufbau) ein Maximum an Sichtbarkeits-Plus herausholen kann.

Nachhaltiges SEO kostet Zeit und Geld. Erst wenn die Kunden das verstanden haben und nachfragen, werden/können SEO-Agenturen das auch umsetzen. Nachhaltiges SEO kann zum wichtigen Asset für den Kunden werden, aber eben nur langfristig. Die Zeiten, in denen man für 9,90 Euro 250 Webkatalogeinträge gekauft hat und damit Top-Rankings erreichen konnte, sind schon lange vorbei!

Aktuell kann man aber (trauriger Weise) noch einen weiteren Trend absehen: genauso wie man anno dazumal massenweise Links auf Projekte gefeuert hat, fangen jetzt viele Webmaster an, massenhaft sinnfreien Content ins Netz zu stellen, in der Hoffnung, dass irgendwas davon schon ranken wird. Das ist nur genauso wenig nachhaltig wie Linkeinkauf – die Experten unter uns reden bereits belustigt vom „next big thing“: Content-Abbau!

Nachhaltigkeit bedeutet im Klartext: Inhalte aufbauen, die einen Link geradezu anziehen, zu 100% legitimieren und den Besucher begeistern bzw. sein aktuelles Problem lösen! Paradoxer Weise dürfte das wohl nachhaltigste SEO dann geschehen, wenn der Algo und die google-Guidelines komplett unbekannt wären bzw. ignoriert werden würden, zumindest was den ganzen OffPage-Bereich betrifft. Aber auch OnPage wird natürlich vielerorts „überoptimiert“, z.B. durch den Einsatz von Rich-Snippets, tabbed/hidden Content (zu Gunsten von Conversions) etc.. Ergo: sobald eine Seite, insbesondere die Inhalte, „für google“ statt für den Nutzer optimiert wird, driftet man eigentlich vom Thema Nachhaltigkeit zwangsweise ab!
Nicolas Sacotte Gründer von contentking.de

Jonas Weber – “Basics sauber und richtig umsetzen”

Jonas WeberBei einer nachhaltigen SEO Optimierung wird zunächst technisch sauber gearbeitet und die Basics der Onpage Optimierung richtig umgesetzt wie z. B. Titles, interne Verlinkung etc. Diese Maßnahmen sind laufend zu überprüfen und anzupassen. Hier hinkt es schon bei sehr vielen “SEO-Profis”.

Gleiches Spiel gilt für relevante Inhalte und das Linkbuilding. Nur Inhalte, die dem User weiter helfen, kreieren einen nachhaltigen Asset Wert, sie werden freiwillig verlinkt, auf sozialen Netzwerken weiter empfohlen und immer wieder besucht (lifetime value). Beim nachhaltigen Linkbuilding gilt es relevante Verlinkungen zu generieren, die potentiell auch Besuchera aus der Zielgruppe bringen. Nur so sind Verlinkungen auch ohne an Google zu denken wertvoll.

Und das Kuriose: umso mehr andere Traffic Quellen ich erschließe (Platzierungen auf anderen gut besuchten Websites, Branding searches, soziale Netzwerke, etc), umso interessanter werde ich für Google.
Jonas Weber, SEO & Online Marketing Consultant bei webhelps! Online Marketing GmbH

Jens Fauldrath – “SEO ist mehr als nur zu ranken”

Jens FauldrathBeim SEO ist es wie bei vielen anderen Themen auch. Man kann versuchen kurzfristige Erfolge zu erzielen oder eine nachhaltige Strategie zu verfolgen. Kurzfristige Erfolge werden oft als Rankings zu einigen wichtigen Begriffen definiert. Erreicht werden diese dann über Linkbuilding, welches sich von der Qualität und Nachhaltigkeit der Wirkung wieder in gutes und schlechtes Linkbuilding unterscheiden lässt. Und durch die ständig verschärften Richtlinien von Google verschiebt sich hier die Grenze zwischen guten und schlechten Linkbuilding ebenfalls ständig, was eine Nachhaltigkeit an sich schwer macht.

Begreift man SEO allerdings als Maßnahmen zur Kundengewinnung über Suchmaschinen, dann sind Rankings nur ein Teilerfolg. Wichtig ist vor allem, dass man die Bedürfnisse der Suchenden antizipiert und sein Produkt (Website, Angebot etc.) an diesen Bedürfnissen ausrichtet. Das bedeutet, dass man die richtigen Antworten gibt und der Nutzer alle Informationen und Motivationen bekommt, damit er die von uns gewünschte Handlung ausführen kann.

SEO ist deshalb eine Art von Produktmanagement und definiert welche Informationen und Inhalte wie auf einer Website dargestellt werden, wie die Navigation aufgebaut wird und wie Nutzer geführt werden. Die Auseinandersetzung mit den Wünschen und Bedürfnissen der Nutzer (Nachfrageanalyse / Keyword Research) kann mir helfen mein Produkt zu verbessern, auch für meine Bestandskunden und Websitenutzern die über andere Kanäle zu meiner Website gekommen sind.

Wie Suchen denn Nutzer nach meinen Produkten? Welche Probleme lösen meine Produkte und wie suchen Nutzer danach? Solchen und ähnliche Fragen können mir Antworten darauf geben, welche Inhalte ich für meine Kunden bereitstellen sollte.

Will man SEO nachhaltig betreiben, dann muss man SEO als Prozess verstehen, der in die bestehende Prozesslandschaft integriert werden muss. Mit eigenen Reportings, mit der Integration in die Produktentwicklung und bezüglich des Linkbuildings mit der Integration in die PR und Markenkommunikation.

Rankings und Traffic sind selten nachhaltig, wenn es nicht die richtigen Rankings und der richtige Traffic ist. Klare Ziele, die sich von den Unternehmenszielen ableiten sind ebenso notwendig wie ausreichend Ressourcen. Für 2.000 € Linkbuildingbudget im Monat wird man kein nachhaltiges SEO betreiben können. Zu den notwendigen Ressourcen gehören ebenso die IT-Ressourcen, Ressourcen in Redaktion, in PR und Kommunikation und natürlich im Design. Viele dieser Ressourcen sind interne Kosten, dennoch müssen diese bereitgestellt werden, wenn man SEO nachhaltig betreiben will.

SEO ist eben kein kostenloser Kanal sondern ein Kanal der fast ausschließlich aus Fixkosten besteht. Je besser die Maßnahmen umgesetzt werden, umso günstiger wird SEO.

Kann SEO also nachhaltig betrieben werden? Ja, wenn man eine Strategie definiert und diese kontinuierlich und mit ausreichend Ressourcen umsetzt.
Jens Fauldrath, geschäftsführender Gesellschafter der takevalue Consulting GmbH und Dozent für Suchmaschinenoptimierung an der Hochschule Darmstadt

Christian Tembrink – “Ein guter SEO ist eher ein Unternehmensberater als ein Black-Hat-Tekki”

Christian TembrinkGute SEO Arbeit startet immer mit einem intensiven Austausch und Kennenlernen: Ein SEO muss in das Geschäftsmodell des Unternehmens, die USPs der Firma und auch in die Produkt- & Prozess-Welt der Company eintauchen. Bereits an dieser Stelle, stehen SEOs oft vor der ersten Hürde: Denn inbesondere bei größeren Unternehmen, ist es anfangs ein ziemlicher Spießrutenlauf, Zugriff auf all diese wichtigen Informationen zu erhalten. Das beginnt beim Zugriff auf Webanalyse-Tools (Analytics, Webmaster Tools & Co.). Viele Marketing Verantwortliche haben oft überhaupt keine Ahnung, ob diese Tools laufen bzw. wer einem Zugriff erteilen kann oder die Rechte innne hat.

Ein weiterer – oftmals anstrengender und zeitaufwändiger – Prozess ist die Schaffung eines Bewusstseins für das Thema SEO beim Kunden: In den letzten 7 Jahren meiner Arbeit als Gründer der netspirits Online Marketing Agentur habe ich endlos viele Anfragen von Firmen erhalten, die wissen wollten, “was denn SEO so kostet”. Ist man ehrlich, muss man zugeben, dass diese Frage NIEMAND auf Anhieb beantworten kann. Es gilt also mit Kunden klar abzustecken, inwieweit das Unternehmen “bereit” ist für SEO, was bisher in dieser Sparte gemacht wurde und ob es bereits strategisch ausgerichtete Online Marketing Ziele gibt. Das ist mit viel Austausch, vielen Fragen (Ziele, KPI, Budgets usw.) verbunden. Wird dieser Arbeitsschritt ordentlich erledigt, kann die SEO Arbeit starten. Und hier wartet direkt der nächste Fettnapf!

Denn sind Budgets, Ziele und Zugriffe vorhanden geht´s direkt weiter mit einem oft völlig vernachlässigtem Thema: Den KeyWords für SEO! In meinen 10 Berufsjahren als SEO, hat mir bisher noch KEIN Unternehmen handfest erklären können, auf welche KeyWords warum optimiert wird. Oft will der Chef einfach bei Begriff XYZ oben stehen oder es werden interne Wordings verwendet, bei denen ein Platz 1 bei Google her muss. Das ist m.E. der völlig falsche Ansatz. Ein guter SEO macht eine intensive KeyWord Analyse. In diese fließen Erkenntnisse aus dem Webanalyse Tool, Infos vom Customer Care Center (Hotline, Mail Team), Daten aus den Webmaster Tools, Suchvolumina, Quantität und Qualität der SEO Konkurrenz und vieles mehr ein.

Stehen die KeyWords fest, gehts an die Webseite an sich. Hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Es gibt mittlerweile viele praktische Onpage Tools, die helfen, erste grobe Patzer zu finden. So können technische und inhaltliche SEO Hürden zügig identifiziert werden. Dennoch zählt auch hier Erfahrung und Wissen: Denn die Onpage Tools sind immer nur so gut, wie der, der sie benutzt. auch Seiten-Informationsarchitektur, Usablity + Nutzerführung müssen analysiert und optimiert werden. Ebenso wichtig sind Verständnis für Restriktionen auf Unternehmensseite: Ein guter SEO versucht zu verstehen, was innerhalb eines Unternehmens einfach realisierbar ist und was nicht. Somit spielen auch die Soft-Skills mit rein ins SEO Business: Wenn interne Restriktionen eine gute SEO Arbeit verhindern, muss halt ein Workshop mit der Unternehmensspitze das nötige Bewusstsein schaffen. Das alles vereint viele unterschiedliche Fähigkeiten (sowohl direkte fachliche SEO Erfahrung, also auch Bereitschaft Unternehmensprozesse und Entscheidungsträger zu verstehen und mit zu formen).

Sind die KeyWords Onpage verankert und alle technischen + inhaltlichen Hürden beiseite geräumt, gehts in den regulären Ablauf der SEO Arbeit: Das heißt regelmäßig die gemeinsam definierten SEO KPI tracken, fortlaufend reporten und proaktiv optimieren. Da wir heutzutage als SEOs auch immer stärker zu Online PRlern werden, muss auch an Prozessen und Abstimmungswegen gearbeitet werden. So ist erfolgreiche SEO Arbeit heute immer auch an den Aufbau einer soliden Content Strategie gekoppelt. Das bedarf auch wieder Zeit, Budgets und Wissen – genau das, was viele Unternehmen heute in diesem Bereich (noch) nicht haben.

Mein Fazit: Ein guter SEO ist eher ein Unternehmensberater als ein Black-Hat-Tekki – Er ist kreativ, liebt Zahlen, kann gut kommunizieren, hat lange praktische Erfahrungen gesammelt, kennt unterschiedliche Unternehmen und hat einen langen Atem :-)

Was sind absolute “No-Go´s”:

  • Standard SEO Pakete (denn SEO ist wirklich für jedes Unternehmen anders!)
  • Zu schneller Start – ohne sich vorher kennenzulernen! Gute SEO´s sind auf Monate ausgebucht!
  • Direkte Angebote auf SEO Anfragen – denn um ein gutes SEO Angebot machen zu können, muss ein SEO sich intensiv einarbeiten!
  • SEO Arbeit beginnen ohne eine intensive KeyWord Analyse durchgeführt zu haben.

Christian Tembrink, Gründer, Inhaber und CEO der netspirits Online Marketing GmbH

Felix Beilharz – “SEO als Teil der Gesamtstrategie”

felix-beilharzNachhaltiges SEO sollte auf jeden Fall die nächsten Google-Updates überstehen. Schnellschüsse, spammige Maßnahmen und alles, was sich im Grenzbereich der Google-Guidelines bewegt, fällt damit raus. Zugegeben, das schränkt den Spielraum schon deutlich ein. Und ganz sicher, nicht als Kollateralschaden zu enden, kann man ohnehin nie sein.

Meiner Meinung nach heißt nachhaltiges SEO aber auch, sich nicht zu sehr auf SEO zu verlassen. Dann wird SEO ein Teil der Gesamtstrategie, zu der auch Leadgenerierung (durch SEO), E-Mail-Marketing, Social Media Marketing und allgemein Markenaufbau gehören. Reines SEO ist heute zu kurz gedacht und damit per Definition nicht nachhaltig.
Felix Beilharz, Online-Marketing-Experte

Marcus Tandler – “An die von Google aufgestellten Regeln halten”

Marcus TandlerAls SEO, egal ob nun SEO-Dienstleister, In-House SEO oder auch SEO-Einzelkämpfer, kann man die Nachhaltigkeit seiner SEO-Bemühungen nur dann vollumfänglich garantieren, wenn man sich an die von Google aufgestellten Regeln hält. Natürlich ändern sich diese Regeln immer mal wieder, aber letztendlich bleiben drei SEO-Grundregeln stets unangetastet:

  • Der erste Punkt ist ein No-Brainer: Die Webseite sollte sauber OnPage-optimiert sein, so dass Suchmaschinen-Crawler sich schnell und problemlos auf der Seite zurecht finden und durch einen klaren Keyword-Fokus auch genau verstehen, für welche Suchanfragen die Webseite relevant und wichtig ist. Jede Webseite benötigt ein solides Fundament – man baut ja auch kein Haus im Sumpf!
  • Darüber hinaus sollten zweitens: die angebotenen Inhalte möglichst umfassend, vielfältig und natürlich auch interessant sein. Die Inhalte sollten idealerweise das Suchbedürfnis des Suchenden widerspiegeln. Versuche stets das bestmögliche Ergebnis für Suchende zu bieten!
  • Wenn die Inhalte besser sind, als alle anderen zu diesem Thema auffindbaren Webseiten, dann finden sich hoffentlich drittens: genug Leute, die diese Webseite für empfehlenswert halten und dies auch ausgiebig tun. Ob nun via Link von einer anderen Webseite, oder auch als Empfehlung über soziale Kanäle wie Twitter, Facebook oder Google+ ist mehr oder weniger irrelevant – jeder organisch generierte Link zählt! Jeder glückliche Besucher zählt!

Wer diese drei recht simplen Grundregeln beachtet, muss keine kommenden Updates der Google’schen Suchalgorithmen fürchten und kann sich darauf konzentrieren die eigene Seite jeden Tag ein Stückchen besser zu machen – und das nachhaltig! Viel Erfolg!
Marcus Tandler, Gründer & Geschäftsführer OnPage.org

Christian Stancyk  – “Die Grenzen der Suchmaschinen nicht überschreiten”

Christian StancykWir verstehen SEO als nachhaltigen Performance-Kanal. Deshalb ist es wichtig, die Grenzen der Suchmaschinen nicht zu überschreiten und einer möglichen Abwertung in der Suchmaschine entgegenzuwirken. Was vor einigen Jahren noch Gang und Gäbe war, kann mittlerweile von der Suchmaschine als Überoptimierung interpretiert werden und mit negativen Folgen verbunden sein.

So ist Cloaking, das Platzieren von versteckten Inhalten oder das Scraping von fremden Inhalten schon lange ein absolutes No-Go für eine nachhaltige SEO Strategie. Auch exzessiver Linkaufbau oder die Teilnahme an Linktauschprogrammen werden seitens der Suchmaschinen nicht toleriert und stellen somit ein großes Risiko dar, was gerade in der jüngeren Vergangenheit von den Suchmaschinen stark bekämpft wurde und auch weiter forciert wird. Der Leitspruch „Was gut für den User ist, ist auch gut für die Suchmaschine“ trifft grundsätzlich sehr häufig zu. Google arbeitet sehr stark daran, die Websites mit ihren Inhalten besser zu verstehen und interpretieren zu können, was sich auch in der Qualität der Rankings wiederspiegelt. Die Vermeidung oder Bereinigung von Duplicate Content ist auch heute noch ein wichtiger Baustein im SEO, allerdings bietet Google hierfür mittlerweile sehr gute unterstützende Tools in Form des Canonical Tags oder auch des hreflang-Tags für internationale Websites. Hierfür müssen also die richtigen technischen und inhaltlichen Rahmenbedingen geschaffen sein. So ist es sehr wichtig, die Seite aus technischer Sicht für die Suchmaschinen barrierefrei crawlbar und auslesbar zu machen. Dies geschieht beispielsweise durch eine klare, interne Verlinkungsstruktur, Sitemaps, der robots.txt sowie der richtigen Attribute im Quelltext. Zudem sollten sich die Inhalte der Website von anderen Seiten abheben, sodass man nicht mit identischen Inhalten agiert, sondern sich mit einem Alleinstellungsmerkmal von der Masse abheben kann. Das kann auch die Darstellung in den SERPs mit eingeblendeten Rich Snippet Elementen sein. Die Einbindung von verschiedenartigen Formaten der Inhalte sowie eine mobilfähige Seite können ebenfalls häufig von Vorteil sein. Dies sind aber nur einige grundlegende Dinge, die bei einer nachhaltigen SEO Strategie beachtet werden sollten, wenn auch gleich die mehr als 200 Rankingfaktoren, die Google in den Algorithmus einberechnet, weit darüber hinausgehen.
Christian Stancyk (Head of SEO, Blue Summit Media GmbH)

Simon Pokorny – “Das Aufgabengebiet in der Suchmaschinenoptimierung ist viel weitläufiger geworden”

Simon PokornyNachhaltiges SEO definiert sich in erster Linie durch das Einhalten der Google-Richtlinien und einem dauerhaften Erfolg einer Webseite in den organischen Suchergebnissen. Die Suchmaschinenoptimierung hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und ist wesentlich komplexer geworden. Ich erinnere mich an die Zeiten um 2002, als man wirklich einfach nur Backlinks „ballern“ musste, um gute Rankings zu erzielen. Klar, das geht noch immer, jedoch mit hohem Risiko und über eine vergleichsweise kurze Zeit. Als nachhaltig kann man diese Vorgehensweise nicht bezeichnen.

SEO bedeutet inzwischen mehr als Backlinks, Keyword Stuffing, versteckte Inhalte und dergleichen. Das Aufgabengebiet in der Suchmaschinenoptimierung ist viel weitläufiger geworden. Die Optimierung beinhaltet nun auch technische Merkmale und Aspekte, wie die Ladezeiten und die Struktur einer Webseite und auch der Webseiteninhalte. Dazu kommen noch eine ganze Reihe direkter oder indirekter Faktoren, wie die Benutzersignale, Bedienbarkeit, Interaktionsmöglichkeiten, Social Signals und so weiter.

Eine Frage, die oft vernachlässigt wird, aber sehr wichtig ist, ist die der Bedienbarkeit. Wenn schon ein Besucher einer Webseite nicht gut navigieren kann und somit die wichtigen Inhalte auf einfache Weise nicht erreicht, hat auch der Google-Bot seine Schwierigkeiten. Meiner Meinung nach ist es kein besonderes Hexenwerk, nachhaltiges SEO optimal umzusetzen. Es kommt natürlich auch immer auf die Größe der Webseite an, jedoch gibt es zahlreiche Tools, die helfen, den Überblick nicht zu verlieren. Wer es dann noch schafft, Angebot und Content der Seite zielgruppengerecht auszuliefern, hat schon viel mehr gewonnen und fängt im Normalfall automatisch an nachhaltig zu arbeiten.

Kurzum: SEO ist nicht tot, nur komplexer geworden. Wir Suchmaschinenoptimierer müssen einfach über den Tellerrand schauen. Schaut auf eure Seite wie ein Conversion Optimierer, auf eure Texte wie ein Journalist, auf die Interessen der Nutzer wie ein Social Media Manager und wie ein Programmierer auf eure Technik. Es ist in der Tat nicht einfacher geworden, wie schon erwähnt. Wer die genannten Aspekte auch unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, macht das meiste schon von alleine nachhaltig. Wer sich als SEO darüber Gedanken macht, wie er vor Google seine „Arbeit“ verstecken kann, der macht definitiv etwas falsch und betreibt keine gute und vor allem nachhaltige Suchmaschinenoptimierung.
Simon Pokorny, Head of SEO bei Home24.de

Thorsten Piening – “Für jedes Kundenprojekt ist seriöse SEO eine Pflicht”

Thorsten PieningImmer wieder kommt im Bereich SEO die Diskussion hinsichtlich der Nachhaltigkeit auf. Oftmals unter anderem Namen, aber das gleiche Thema betreffend. Mit dem Fokus auf den Marktführer Google wird mal mehr und mal weniger heiß debattiert, wie welche Maßnahmen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung einzustufen sind. Dabei sind die Übergänge fließend: Die Skala reicht vom White Hat, über die flexible Interpretation der Google Richtlinien, bis hin zum Black Hat.

Es ist ja nicht die Frage welche Methoden eingesetzt werden, sondern vielmehr wo und warum! Grundsätzlich gehören Rechtsverstöße nicht zu den vertretbaren Maßnahmen und jeder sollte sich hier an geltendes – auch jeweiliges internationales Recht – halten.

Es gibt jedoch viele Suchmaschinenoptimierer, die sich nicht an die Google Richtlinien halten. Das kann vollkommen in Ordnung sein, wenn man zum Beispiel etwas mit einem eigenen „Projekt“ testen möchte und es sich dabei nicht um ein Kundenprojekt handelt. Schließlich müssen wir alle unser Wissen um den Google Algorithmus kontinuierlich auf dem aktuellen Stand halten. Zudem kann man  auch schönes Geld damit verdienen. Ich kenne Google auch noch aus den Zeiten des Florida-Updates und des Google Dance. Manipulationen waren zu dieser Zeit längst nicht so personal- und arbeitsintensiv wie heute und erheblich lukrativer. Aber auch seinerzeit hat Google diejenigen „Projekte“ schnell gefunden und aus dem Index verbannt, die nicht den Regularien entsprachen. Dass auf jeden erfolgreichen Spam-Versuch auch Automatismen respektive Algorithmus-Updates zur Verhinderung desselbigen herauskommen, war und ist kein neues Thema. Das war immer so und wird auch immer so bleiben..

Von daher verstehe ich die immer wieder aufkommende Diskussion nicht. Es gibt seriöse und professionelle Suchmaschinenoptimierung. Diese verstößt vor allen Dingen nicht gegen die Google Richtlinien, sondern orientiert sich an diesen. Insbesondere an den Faktoren Inhalt, Qualität, Technik und Design. Für jedes Kundenprojekt ist seriöse SEO eine Pflicht.

Bei eigenen Projekten sollte man seiner Kreativität freien Lauf lassen. So lange niemand zu Schaden kommt, darf sich hier jeder austoben. Nur so kann man lernen und sich weiter entwickeln.

Just my two cents.
Thorsten Piening, Geschäftsführer qualitytraffic GmbH und Referent & Dozent bei www.sem-seminar.de

Malte Landwehr – “Auch mal für ein Keyword nicht ranken”

Malte LandwehrNachhaltige Suchmaschinenoptimierung in 2014 ist eigentlich sehr einfach. Benötigt werden nur drei Zutaten:

  1. Ein solides Fundament. Das heißt eine technisch sauber aufgesetzte Website mit sauber durchgeplanter Informationsarchitektur.
  2. Eine durchdachte Content Strategie. Es kommt heute wirklich nicht mehr drauf an zu jedem Keyword, das irgendwie zu meinem Thema passt, eine Unterseite mit Keyworddichte x% zu erstellen. Viel wichtiger ist es, Zielgruppen zu definieren und aus deren Informationsbedürfnissen die zu erstellenden Inhalte abzuleiten. Instrumente wie WDF-IDF funktionieren um kurzfristige SEO-Erfolge zu erzielen. Ein langfristig stabiles Ranking kann ich aber nur erreichen, wenn ich dem Nutzer auch das liefere, was er sucht. Dazu gehört auch, mal für ein Keyword nicht zu ranken.
  3. Echte Popularität und Viralität. Damit Google mich liebt, muss ich Google zeigen, dass andere mich lieben. Zur Zeit sind die zwei relevanten Kriterien dafür Links und Traffic (und nicht z.B. Social Signals!). Ich muss also dafür sorgen, dass andere Menschen meine Inhalte konsumieren und verlinken. Dafür sind zwei Bedingungen zu erfüllen: Die Inhalte müssen gut sein (s.o.) und die Menschen müssen die Inhalte finden. Das kann ich über gezieltes und personalisiertes Seeding, Content Marketing oder (Online) PR erreichen.

Fertig ist die nachhaltige SEO-Arbeit. ALLE anderen Techniken, die auf kurzfristige Rankingverbesserungen abzielen, sind NICHT nachhaltig. Natürlich gibt es Geschäftsmodelle in denen die Anwendungen anderer SEO-Maßnahmen (z.B. Linkkauf) sinnvoll ist. Aber dazu sollen sich lieber die darauf spezialisierten Anbieter äußern.
Malte Landwehr, Berater Digital bei der Strategieberatung kpunktnull

Markus Klöschen – “Website indizierbar machen”

Markus KloeschenNachhaltiges SEO besteht für mich im ersten, großen Schritt in der technischen Optimierung der Webseite.

Hier geht es im Wesentlichen darum, die Webseite schnell und leicht indizierbar zu machen und durch eine gute Struktur und Informationsarchitektur der Suchmaschine den Fokus der Seite klarzumachen.

Fehlerfreie Seiten, mit einer guten internen Verlinkung und guten Inhalten, welche schnell erreichbar sind.

Nachhaltiges SEO wird sich nicht an den Grenzen der Google Guidelines bewegen, sondern ein gutes Stück davor.

Klingt wieder platt, aber gute Inhalte und gute Struktur sind die Grundlagen. Aber auch Linkaufbau kann nachhaltig betrieben werden.

Dabei dürfen natürlich keine Massenlinks gekauft werden und kurzfristige Ziele werden damit selten erreicht.
Markus Klöschen, Specialist Search Marketing simyo GmbH

Pascal Fantou – “Customer Satisfaction und Customer Lifetime Value optimieren”

Pascal FantouWas ist nachhaltige SEO Optimierung? Ich möchte mich Eurer Frage über die Definitionen nähern…

1. Nachhaltig

Nachhaltig bedeutet zuerst einmal, das etwas lange anhält und lange Wirkung zeigt. Nehmen wir einmal an, dass es ein Ziel und eine Strategie gibt, an der das Online Marketing und damit auch SEO sich ausrichtet. In dem Fall wäre eine Maßnahme dann nachhaltig, wenn sie kontinuierlich Wirkung zeigen würde und nicht andauernd umgeworfen und angepasst werden muss.

2. SEO

SEO, also das Optimieren der sogenannten “organischen” Ergebnisse in einer Suchmaschine, ist zur Zeit als Disziplin des Online Marketing geprägt von zwei Kernelementen: Mythologie und Existenzkampf. Mythologie deswegen, weil immer noch viele “Berater” herumlaufen und so tun, als ob das eine ganz große Geheim-Wissenschaft ist. Existenzkampf deswegen, weil verfügbaren “organischen” Ergebnisse immer weniger Traffic bekommen und der Aufwand dafür überproportional steigt. Da lenkt sich die Branche dann ganz gerne mal mit sinnfreien Wettbewerben ab. Nicht missverstehen: Die Disziplin ist wichtig und richtig, aber sie ist reines (wenn auch anspruchsvolles) Handwerk.

3. Optimierung

Steckt ja eigentlich schon im Begriff SEO selber, ist also eine Doppelung. Ist es das wirklich? Oder ist das der Hinweis darauf, dass in digitalen Business-Modellen die Optimierung so wichtig ist, dass man sie gar nicht genug betonen kann? Ich denke ja. Zum Glück, denn mein Job ist es, für Kunden kontinuierlich die Frage zu beantworten, wo der nächste Euro oder Dollar am sinnvollsten eingesetzt ist – und nachhaltig. Und da verlassen wir oft die Fragestellung SEO, kommen über Tracking zur Conversion Optimierung und schliesslich zu CRM und den zwei zentralen Punkten “Customer Satisfaction” und “Customer Lifetime Value”. Und diese Beiden zu optimieren, ist (unter anderem) “Nachhaltige SEO Optimierung”.
Pascal Fantou, Geschäftsführer cogito ergo GmbH & Co. KG

Nina Baumann – “Kunden verantwortungsvoll beraten”

Nina BaumannNachhaltige SEO Optimierung bedeutet für mich, einen Kunden mit spezifischem Fachwissen basierend auf langjähriger Erfahrung im SEO und Linkbuilding, verantwortungsvoll zu beraten. SEO ist kein Ziel für sich. Es ist vielmehr ein Prozess und eine Denkweise, welche die online Aktivitäten positiv beeinflussen kann. Bei der nachhaltigen Optimierung steht immer die zu erreichende Zielgruppe/der Nutzer im Vordergrund. Ziel der Suchmaschine ist es, dem Nutzer qualitativ hochwertige Suchresultate zu liefern. Verinnerlicht man diesen Grundgedanken, wird man auf dieser Basis viele richtige Entscheidungen treffen können.

Bedauerlicherweise wird es immer Unternehmen geben, die weniger Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema SEO legen. Verursacht wird dies teilweise durch Unwissenheit und mangelnde Erfahrung. Hier unterscheidet sich die Online Marketing Branche jedoch nicht wesentlich von anderen Branchen. Erfahrungsgemäß häufen sich diese Fälle gerade im Linkbuilding. Im Nachhinein ist es schwer die Negativerfahrung eines Kunden aufzufangen. Oft ist dann erforderlich, aufzuräumen und das verlorene Vertrauen wieder herzustellen. Positiv dabei ist, dass auch diese Arbeit zur eigenen Weiterentwicklung beiträgt. Sei es auch in erster Linie mit dem Fazit: So macht man es eben nicht!

SEO ist keine exakte Wissenschaft. Es wird immer Interpretationsspielraum geben. Das macht es einem Kunden umso schwerer einen geeigneten Berater oder eine Agentur zu finden. Wichtig ist hier zu hinterfragen und den Grundgedanken nicht aus den Augen zu verlieren. Es geht nicht um SEO oder Linkbuilding als Ziel, sondern um die positive Nutzererfahrung, basierend auf einer zukunftsfesten und ganzheitlichen Online Marketing Strategie.
Nina Baumann, Linkbuilding & SEO Specialist bei Linkspiel

Fabian Rossbacher – “Fehler bei der Suchmaschinenoptimierung vermeiden”

Fabian RossbacherLeider fallen mir in 2014 immer noch Agenturen auf die sich im Footer ihrer Kunden mit z.B. magento Agentur, seo agentur etc. verlinken. Sie haben leider nichts verstanden und schaden neben Ihrer Domain auch den Kunden. Ebenfalls sehe ich regelmäßig Backlinkstrukturen bei denen Websites wie linksilo etc. zu über 80% vertreten sind.  Hier stecken sich die Agenturen Geld in die Tasche und beauftragen einen Dienstleister, welcher die Bookmarks setzt. Hiermit verhunzen sie nachhaltig das Linknetz des Kunden, denn teilweise kann man die Links gar nicht mehr löschen lassen. Häufig wird vor einem Relaunch nicht darüber nachgedacht, dass es auch Backlinks jenseits der Startseite gibt.  Nicht selten ändert sich die komplette URL-Struktur und die Backlinks führen ins leere. Zwar kann nach dem Relaunch durch 301-Redirects der User und Google-Bot auf die korrekte URL geführt werden, die URL verliert aber Power und das ist schade.
Fabian Rossbacher, Geschäftsführer, SEO Day UG

Eric Kubitz – “Die zu einer Suchanfrage beste Antwort zeigen”

Eric KubitzDer Grundgedanke von nachhaltigem SEO ist einfach – wenn man sich überlegt, was Google eigentlich möchte: Die zu einer Suchanfrage beste Antwort zeigen. Also müssen wir drei Dinge tun: Erstens müssen wir diese Antwort liefern, zweitens müssen wir diese so darstellen, dass die User und der Crawler sie verstehen können und drittens müssen wir dafür sorgen, dass sie populär ist – also auch andere Webseiten darauf verlinken. Ich weiß, das klingt nur einfach und ist im Detail ganz schön schwer.  Aber wenn man das verinnerlicht, kann man jede SEO-Maßnahme darauf abklopfen, ob sie in dieses Konzept passt. Und was zu NACHHALTIGEM SEO gar nicht passt: Auf aktuelle Lücken im Google Algorithmus setzen. Denn wir können uns sicher sein, dass die Jungs in Mountain View hart daran arbeiten, diese zu stopfen. Und, hey, die sind ganz schön klug…
Eric Kubitz, Geschäftsführer CONTENTmanufaktur GmbH  und Chefredakteur von seo-book.de.

Jens Brechmann – “Eine ganzheitliche, auf die Relevanz fokussierte Strategie entwickeln”

Jens BrechmannFür eine nachhaltige Suchmaschinenoptimierung gilt es zunächst einmal Googles Intention zu verstehen, qualitative Suchergebnisse für jeden Einzelnen zu liefern – hierzu gehören z.B. regionale Anfragen, als auch mögliche Intentionen des Suchenden. On- und Offpagemaßnahmen, welche hintergründig nicht auf die Relevanz der Seite zurückzuführen sind, werden sich langfristig nicht bewähren und sind definitiv nicht für die Arbeit mit Kunden geeignet. Aus diesen Gründen macht es keinen Sinn, sich auf greyhat Quickwins zu stürzen, sondern eine ganzheitliche auf die Relevanz fokussierte Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Dazu gehört das jeweilige Produkt, eine klar definierte Content Strategie und die Optimierung für die in Frage kommenden organischen Kanäle. Speziell durch die dauerhafte Kommunikation mit dem Kunden entwickeln sich strategische Ansätze und wenn der Kunde die angewendeten Maßnahmen versteht, können Erfolge gemeinsam erreicht und ausgebaut werden. Die SEO-Agentur sollte sich als verlängerter Arm des Inhouse Teams verstehen. NoGos sind jegliche Formen von BlackBoxes, langen Knebelverträgen, qualitativ minderwertigen Links und sämtliche Formen von Ausreden. Absolue „Go´s“ sind Verträge mit sehr kurzer Kündigungsfrist, variable Linkbudgets (ansonsten besteht immer die Gefahr des Auffüllens mit minderwertigen Links, wenn das Budget nicht qualitativ ausgeschöpft wird), etwaige Erfolgskomponenten die nicht auf kurzfristigen Erfolg abzielen und letztendlich gegenseitiges Vertrauen durch enge Zusammenarbeit.
Jens Brechmann, Gründer 42DIGITAL GmbH

Julian Dziki – “Was gehört zu nachhaltiger Optimierung?”

Julian DzikiNachhaltige SEO Optimierung schreibt sich jede SEO Agentur mittlerweile auf die Startseite, weil es das ist, wonach Kunden suchen. Das Problem ist: Was ist mit Nachhaltigkeit gemeint?

In meiner Definition geht es dabei nicht nur darum, die Faktoren zu berücksichtigen, die heute noch in Ordnung sind, sondern darüber hinaus auch den Weg zu erkennen, den Google beschreitet und quasi schon auf Dinge zu achten, die die Suchmaschine heute noch nicht wirklich in den Algorithmus mit einrechnet.

Sagen wir es mal so: Heute funktionieren noch Methoden wie Linkkauf oder generell Spam-Links teilweise erschreckend gut. Wenn man sich das Vorgehen von Google in den letzten sechs Monaten gegen Linknetzwerke ansieht, dann werden die Links, die viele SEOs heutzutage aufbauen in zwei Jahren nichts mehr wert sein.

Allerdings bringen solche Links heute schon noch etwas – und daran werden viele Agenturen gemessen. Wenn ich einen Kunden für 10 Euro nach oben bringen kann, wieso sollte ich dann 100 Euro ausgeben und meine Marge verkleinern? So denken leider viele Agenturen. Ich gehe diesen Weg bewusst nicht und gebe lieber mehr intern aus. Damit haben wir mehr Arbeit, aber den Mitarbeitern macht es auch mehr Spaß, wenn sie etwas „Richtiges“ tun und nicht nur spammen oder Linklisten abarbeiten.

Was gehört zu nachhaltiger Optimierung?

  • Eine wirklich sehr gute Onpage Optimierung: Damit kann man sehr viel Potenzial herausholen!
  • Echte Kooperationen und Marketingkampagnen statt Linktausch oder –kauf
  • Eine persönliche Beratung, exakt auf den Kunden zugeschnitten (Jede Branche ist anders!)
  • Ein Blick in die anderen Kanäle des Kunden (Design, Programmierung, Kundenservice etc.)

Was sind absolute No-Gos?

  • Links, die man selbst eintragen kann (Social Bookmarks etc.)
  • Links aus Linknetzwerken oder gekaufte Links
  • Von eigenen Kundenseiten auf seine SEO-Agentur oder auf andere Kunden verlinken

Julian Dziki, Geschäftsführer, Seokratie GmbH

Andre Alpar – “Leistungen dürfen nicht zerstört werden”

andre_alparimho kann man das “Nachhaltige” in zwei Aspekten sehen

  • Der gewählte SEO Ansatz sollte robust sein gegen die üblichen kleinen Algo-Änderungen bei Google
  • Wenn der Kunde bei der Agentur kündigt, dann sollte das SEO genau so weiterlaufen. Weder Onpage noch Offpage dürften erbrachte Leistungen von der Agentur “zerstört” werden. Schließlich hat der Kunde sicherlich einen fairen Preis für die Erbringung der Dienstleistungen beigetragen.

Andre Alpar, Geschäftsführer AKM3

Marcus Obermeier – “Für jede Suchanfrage das beste Ergebnis im Web bieten”

Marcus ObermeierUnter nachhaltiger Suchmaschinenoptimierung versteht man SEO, dass nicht auf den kurzfristigen Erfolg ausgerichtet ist, sondern mittel- bis langfristige Verbesserungen in den organischen Suchergebnissen schafft. Darunter fallen ausschließlich Maßnahmen, die sich im Rahmen der von Google aufgestellten Richtlinien bewegen. Wichtig dabei ist es, nicht die Grenzen auszuloten und bis ans Limit des gerade noch Erlaubten zu gehen, sondern „sauberes“ SEO zu betreiben, das langfristig durch Qualität Erfolge erzielt. Google verändert in regelmäßigen Abständen seine Richtlinien und das was heute unproblematisch ist und gut funktioniert, kann morgen schon kritisch sein und eine Gefahr für die eigenen Rankings darstellen.

Der indianische Spruch „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“ gilt etwas abgewandelt auch in der Suchmaschinenoptimierung. Es geht darum, frühzeitig zu erkennen, welche Methoden in Zukunft von Suchmaschinen kritisch gesehen werden könnten und darauf zu reagieren.  Schon knapp ein halbes Jahr vor dem ersten Pinguin Update warnte Marcus Tandler auf der SEOkomm in Salzburg  eindringlich vor der exzessiven Verlinkung mit „Moneykeywords“. Hier hätte für den einen oder anderen SEO noch die Chance bestanden, die Notbremse zu ziehen und die eigenen Methoden zu überdenken.

Nachhaltiges SEO ist aber nicht nur ein Reagieren auf veränderte Google Guidelines. Vielmehr ist es der konsequente Verzicht auf manipulative Maßnahmen, um erst gar nicht in Gefahr zu geraten. Wer fragliche Links erst gar nicht aufbaut, gerät später auch nicht unter Druck, diese Links wieder abzubauen. Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung ist „White Head SEO“, dass bewusst auf jegliche Art der Manipulation verzichtet. Qualität ist der zentrale Faktor einer langfristig erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung.

Dies Basis einer qualitativ hochwertigen Suchmaschinenoptimierung  ist eine technisch perfekt optimierte Webseite, die es der Suchmaschine ermöglicht, die Seite einfach und vollständig zu erfassen. Eine klare Seiten-Architektur und durchdachte “Interne Verlinkung“ haben dabei innerhalb der letzten Jahre enorm an Bedeutung gewonnen und sind Garant einer erfolgreichen Optimierung.

Neben der technischen Seite ist der Inhalt der Webseite von zentraler Bedeutung für den Erfolg oder Misserfolg. Hohe Qualität ist auch hier ein Muss. Neben fehlerfreier Rechtschreibung und Grammatik ist von zentraler Bedeutung, dass sich der Inhalt tatsächlich an den Bedürfnissen des Suchenden orientiert und keine Fragen offen lässt.

Richtig gute Inhalte werden (hoffentlich) dann auch von freiwilligen Verlinkungen und sozialen Signalen belohnt und führen zu langfristig guten Platzierungen in den Suchergebnissen!

Statt Manipulation und Trickserei sollte man sich das hohe Ziel setzen, für jede Suchanfrage das beste Ergebnis im Web zu bieten.

Verbunden mit einer nachhaltigen Suchmaschinenoptimierung ist dann allerdings auch ein erhebliches Maß an Geduld. Qualität setzt sich zwar oft durch, doch schnelle Erfolge erreicht man damit nur selten. Nach wie vor funktionieren Methoden, die sich hart an der Grenze der Google Guidelines bewegen oder diese sogar deutlich überschreiten.

Wer nachhaltig erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung betreiben möchte, kommt nicht um ein Streben nach hoher Qualität und den konsequenten Verzicht auf alle manipulative Maßnahmen herum.
Marcus Obermeier, Senior SEO Consultant netzeffekt GmbH

Markus Walter – “Eigene Ziele, als auch die der Suchmaschinen kennen”

markus-walterWer nachhaltige Suchmaschinenoptimierung betreibt, muss sich nicht nur perfekt mit dem breiten Instrumentarium dieser Disziplin des Onlinemarketing-Mixes auskennen. Um SEO erfolgreich und nachhaltig zu betreiben ist es unabdingbar, sowohl die eigenen Ziele, als auch die der Suchmaschinen zu kennen: Was wollen moderne Suchmaschinen und was kann ich tun, um eine prominente Platzierung zu relevanten Nachfragen zu erreichen? Funktioniert dieses Geschäftsmodell auch noch im kommenden Monat oder Jahr? Welche Inhalte habe ich, die Suchmaschinen nicht auf einfache Art und Weise selbst beschaffen (und darstellen) können? Selbstverständlich sind auch Fragen zum eigenen Angebot frühestmöglich zu klären: Wer ist meine Zielgruppe, sind meine Inhalte wirklich relevant für diese und wie schaffe ich es dauerhaft, bessere Inhalte als meine Marktbegleiter anzubieten. Diese Fragen sind zu klären noch lange bevor auch nur der erste Title der Webseite geändert wird.
Markus Walter, Senior SEO Manager bei 1&1, selbständige Online Beratung bei tekka online ideas

Konstantin Sakar – “SEO ist ein sehr dynamisches Geschäftsfeld”

Konstantin SarkarNachhaltige SEO Optimierung ist besonders für  Inhouse SEOs (aber auch für Agenturen) wichtig um langfristigen Erfolg zu haben. Bei vielen kleinen Projekten kann man durchaus mal versuchen weiter an die Grenzen zu gehen um Methoden auszuprobieren und zur Not ein Projekt gegen die Wand fahren. Mit Spam mag man zwar auch kurzfristig Erfolg haben, aber um dauerhaft gute Rankings und Traffic zu erzielen sollte man seine Strategie auch den aktuellen Google Updates anpassen können. SEO ist ein sehr dynamisches Geschäftsfeld, daher ist ständige Weiterbildung wichtig um auf aktuelle Änderungen zeitnah reagieren zu können um weiterhin nachhaltig und erfolgreich arbeiten zu können. Hierbei reicht es meiner Meinung nicht aus ein paar Blogs zu lesen und hin und wieder auf Konferenzen zu gehen. Wichtig ist auch der persönliche Austausch zwischen den Vorträgen sowie auf den vielen kleinen SEO Treffen. Zudem empfiehlt es sich auch, sich mal mit den kürzlich geleakten Quality Rater Guidelines zu befassen.
Konstantin Sakar, Head of Online Marketing, mybestbrands.de

Marco Janck – “Gesamtes Feld des Marketing nutzen”

marco-janckNachhaltige Suchmaschinenoptimierung ist eine trügerische Wortkombination, wenn es um das Thema SEO geht. Gerade, weil es in dem Bereich oft besser geht, wenn man sich nicht vollständig an die Regeln der Suchmaschinen hält. Nachhaltigkeit liegt also auch sehr stark im Auge des Betrachters. Allgemein wird wohl darunter verstanden, dass man über viele Jahre sichere und stabile Rankings erzeugen kann. Wer sich aber nur an die Regeln hält wird nie sehr erfolgreich sein können. Insbesondere nicht, wenn er zu großen Teilen von SEO Traffic abhängig ist. Wirklich nachhaltig wird SEO nur, wenn man als Unternehmen das gesamte Feld des Marketings nutzt und die Einzelbereiche effektiv miteinander verbindet. SEO profitiert wie kaum eine andere Disziplin vom Zusammenwachsen der Marketingbereiche und verschleiert gut auch Grenzübertretungen. Wie immer gibt es nicht nur eine Wahrheit. Seriös und nachhaltig kann viel bedeuten. Wichtig ist, dass man genau weiss, was man will und wie man seine Ziele erreichen kann.
Marco Janck, Geschäftsführer SUMAGO

Martin Witte – “Seriöse Suchmaschinenoptimierung ist immer nachhaltig!”

martin-witteDie Nachfrage nach kurzfristigem Erfolg im Online Marketing steigt immer weiter – daher bieten auch immer mehr Dienstleister Maßnahmen im Umfeld der Suchmaschinenoptimierung an, die weder seriös noch nachhaltig sind.

Eine nachhaltige Suchmaschinenoptimierung benötigt vor allen Dingen eine fundierte SEO-Strategie. Ohne ein strategisches Konzept verlaufen die Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung meist schon frühzeitig in eine Sackgasse und der gewünschte Erfolg bleibt aus. Basis eines solchen nachhaltigen Konzeptes ist die ausführliche Analyse der Seite selber, aber vor allen Dingen des Wettbewerbs und des Marktes. Nur wenn Produkt, Nachfrage und Wettbewerber auf den Prüfstand gestellt wurden lässt sich die individuelle und erfolgsversprechende Strategie zur Optimierung des Projektes finden.

Standardisierte Optimierungsmaßnahmen aus der Hüfte heraus geschossen bringen i.d.R. nicht den gewünschten Erfolg sondern schaden den Projekten häufig. Eine erfolgreiche Seite muss nämlich nicht zwangsläufig immer aktuellen Content bekommen, muss nicht ausschließlich Artikel mit wenigstens X Worten haben oder aber Backlinks von Wikipedia oder anderen Autoritäten besitzen.

Wichtigster Tipp um mit Ihrer Seite wirklich nachhaltig erfolgreich zu sein: Bauen und optimieren Sie Ihre Seite für den User – nicht für Google oder eine andere Suchmaschine. Nur wenn der User Ihre Seite annimmt und „honoriert“, wenn sie für den User „funktioniert“ können Sie am Markt bestehen.
Martin Witte, CEO bei SEO-Profession

Nils Hennig – “Content ist der wichtigste Baustein”

nils-hennigNachhaltiges SEO sollte sich ausschließlich an den Guidelines der Suchmaschinen orientieren. Im Großen und Ganzen geht es hier hauptsächlich um Onpage Maßnahmen und um die technische Optimierung einer Webseite. Einige wichtige Begriffe in dem Zusammenhang sind für mich Crawlability, PageSpeed, Interne Verlinkung und ganz wichtig – der Content. Meiner Meinung nach ist dies auch der wichtigste Baustein einer nachhaltigen Suchmaschinenoptimierung. Den Inhalt einer Webseite strukturieren, ausbauen und aufwerten, damit er alle Bedürfnisse des Suchenden erfüllt.

Auch das Thema Linkbuilding spielt bei der Suchmaschinenoptimierung noch eine wichtige Rolle. Nur geht es hier nicht mehr darum, möglichst schnell und günstig viele Links einzusammeln. Will man Linkaufbau nachhaltig betreiben, so kommt hier ganz klar Klasse vor Masse und auch das Thema Content spielt hier wieder eine herausragende Rolle. Schaffe auf deiner Webseite gute Inhalte, die es Wert sind verlinkt zu werden.
Nils Hennig, Inhaber SANOBA – Internet Agentur

Joachim Graf – “Gutes ist das Fehlen des Schlechten”

joachim-grafZur qualifizierenden Absicherung des SEO-Listings auf http://www.ibusiness.de/seo hatte iBusiness vor einiger Zeit aus einer qualifizierten Experten-Befragung Eigenschaften herauskristallisiert, an denen man eine schlechte SEO-Agentur erkennt. In einem zweiten Schritt haben wir SEO-Agenturen, Inhouse-SEOs, agentursuchenden Unternehmen und Unternehmen, die bereits eine SEO-Agentur beschäftigen befragt, welche dieser 13 Methoden besonders mies sind.

Das Ergebnis der Umfrage (“Wir möchten Sie bitten, diese Liste als ein Ranking der unseriösen SEO-Geschäftspraktiken zu gewichten. Bitte wählen Sie zwischen ‘0: Finde ich völlig O.K. und normal’ und ’10: geht wirklich gar nicht'”) ist vergleichsweise eindeutig. Deutlich wurde aber auch: SEO-Agenturen und ihre Kunden haben hier durchaus unterschiedliche Ansichten.

Erste Erkenntnis: Je tiefer jemand in der Materie steckt, um so unversöhnlicher ist er

Jedem einzelnen der 13 von den SEO-Experten genannten Ablehnungsgründe konnten die von uns Befragten einen Wert von null bis zehn geben. Analysiert man den Durchschnittswert aller vergebenen Noten, so wird deutlich, dass die SEO-Agenturen mit 7,51 von 10 möglichen Minuspunkten durchschnittlich am unversöhnlichsten reagieren.

Die Unternehmensentscheider – also diejenigen Marketingverantwortlichen, die auf Kundenseite für die Steuerung der SEO-Agentur verantwortlich sind – sind im Gegensatz dazu vergleichsweise mild: Sie vergaben durchschnittlich nur 5,79 von zehn möglichen Minuspunkten. Der Katastrophenfaktor der Inhouse-SEOs – also der unternehmensinternen SEO-Spezialisten liegt zwischen beiden Werten – allerdings näher bei den SEO-Agenturen als bei den Auftraggebern.

Daraus kann man den Schluss ableiten, je tiefer jemand sich mit der Materie Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, umso mehr regen ihn die miesen Methoden der unseriösen SEOs auf, umso härter urteilt er.

Die Lieblings-Floskeln der miesen SEOs – sei es auf der Website, am Telefon oder bei der Besprechung sind auch diejenigen, die sowohl SEO-Agenturkunden als auch SEO-Agenturen am negativsten aufstoßen. Mit einem Minuswert von 8,73 kommen SEO-Floskeln ganz oben auf die Abschussliste, darunter so Dauerbrenner wie:

  • “Wir melden ihre Seite bei den gängigen Suchmaschinen an”
  • “Wir installieren das SEO für Sie”
  • “Sie stehen aktuell oben rechts bei Google – wir bringen sie nach links, ohne dass sie für Klicks zahlen müssen”
  • “Am Wochenende launcht Google ein Update. Da nehmen wir sie mit hinein”
  • “Wir kennen als eine von wenigen Agenturen das Google-Geheimnis”

Der Umkehrschluss – wer nichts von dem obigen macht, betreibt gutes – sprich nachhaltiges – SEO. Und: Diese – nun gerankte – Liste der negativen Auswahlkriterien für eine SEO-Agentur fließt ein in die ‘iBusiness SEO Liste der 100 wichtigsten deutschsprachigen SEO-Agenturen’. Bislang haben wir alle drei Monate diejenigen 100 SEO-Agenturen gelistet, die über eine messbare Marktpräsenz verfügten – entweder online, im Verband oder durch relevante Auftritte auf Messen und Kongressen (jeder dieser Punkte fließt als positiver Rankingfaktor ein, die 100 Agenturen mit dem höchsten Ranking werden gelistet).

Inzwischen vergeben wir an diejenigen SEO-Agenturen negative Punkte, die einen der oberen negativen SEO-Tricks verwenden. Schliesslich ist Penality auch eine gängige Google-Praxis.

Die vollständige Studie samt sämtlicher Charts gibts übrigens kostenlos hier:
http://www.ibusiness.de/members/aktuell/db/592185jg.html
Joachim Graf, Herausgeber iBusiness

Alexander Holl – “Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung ist Risikomanagement”

alexander-hollMarken müssen nachhaltig für Google optimieren

Ziel einer nachhaltiger Suchmaschinenoptimierung, geht es also nicht nur, wie wir hier selber ( Link zu http://blog.121watt.de/seo ) mal dargestellt haben, darum kurzfristig oben zu stehen, sondern die Erwartung des Nutzers in Hinsicht auf inhaltliche Übereinstimmung zwischen Suchbegriff, Snippet und demInhalt der Webseite zu erfüllen. Diese inhaltliche Übereinstimmung lässt sich dann am Ende über Kennzahlen, wie Absprungraten, Seiten/Besuch und Conversionsraten überprüfen. Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung ist somit ohne gute Web Analyse auf einem Auge blind.

Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung ist Risikomanagement

Der überwiegende der No-gos, bezieht sich auf Manipulationsansätze beim Linkmarketing. Deswegen gehören Linkmarketingstrategien, wie Linkkauf, der Aufbau von Blognetzwerke oder Linkbuilding über Expired Domains zu den Maßnahmen, die man nicht zu einer nachhaltigen Suchmaschinenoptimierung zählen darf. Am Ende gilt es deswegen auch bei der Auswahl der SEO Methoden zu beurteilen, wie hoch die Eintrittswahrscheinlichkeit (Panda, Penguin oder manuelle Abstrafungen durch Google) und wie hoch die Schadenshöhe ist (Exklusion aus dem Index oder Abstrafung bzw. Rankingverlust)? Erst aus der Beurteilung beider Kriterien ergibt sich eine Risikobewertung und das entsprechende Risikomanagement. Jedes Unternehmen dessen Planungshorizont über den nächsten Quartalsabschluß hinaus geht, sollte sich am Nutzer orientieren und nicht an dem was gerade noch möglich ist.

4 Thesen zur nachhaltigen Suchmaschinenoptimierung

  1. Technisches SEO und Kreativität sind die wichtigsten Bausteine für langfristig gute Suchmaschinenoptimierung
  2. Orientieren Sie sich nicht an den Maßnahmen, die für den Gewinn des letzten SEO-Wettbewerbes erfolgreich waren, sondern bauen Sie eine gute und nützliche Seite, das ist Herausforderung genug.
  3. Absprungraten, Seiten/Sitzung und Konversionsrate sind die wichtigsten Indikatoren für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierer
  4. Nachhaltiges SEO führt nicht nur zu guten Positionen bei Google und zufriedenen Nutzern, sondern auch dem Aufbau strategischer Markteintrittsbarrieren gegen den Wettbewerb.

Alexander Holl, Gründer und Geschäftsführer der 121WATT

Anke Probst – “SEO muss sich stärker am Produkt orientieren”

Anke ProbstSEO ist schon lange den Kinderschuhen entwachsen: früher bedeutete SEO ausschließlich, Rankings zu verbessern und darüber Traffic zu generieren. Das gelang mit meist simplen Onsite-Maßnahmen, in vielen Fällen aber vor allem mit massivem Linkbuilding. Google setzt mit seinen verbesserten Algorithmen nun verstärkt auf Qualität – was für SEO vor allem bedeutet, den Fokus verstärkt auf gute Usersignale zu setzen um bestehende Rankings zu erhalten und mit dem eigenen Brand dauerhaft zu performen. Folglich muss sich SEO viel stärker am Produkt orientieren: Zielgruppen analysieren, Userintentionen erfassen und den Content darauf zuschneiden, Testen von Inhalten, USPs hervorheben, für Freshness sorgen, vor allem aber auch mal die SEO-Brille bzw. die Betriebsblindheit ablegen. Gerade bei großen Seiten gibt es außerdem noch etliche technische bzw. Onsite-Maßnahmen, die gute und nachhaltige SEO-Hebel sein können. Dazu zählt vor allem das Steuern des Crawlers durch das Anpassen der Seitenarchitektur und der internen Verlinkung, ein gezieltes URL-Handling und die Strukturierung von Inhalten. Was meines Erachtens keine Nachhaltigkeit mehr gewährleistet: gekaufte Links und Seitenstrukturen, welche die Wege der Suchmaschinenbots und der User zu weit auseinander gehen lassen.
Anke Probst, Senior SEO Manager, XING AG

Frank Fuchs – “Suchmaschinen werden durch die Nutzer menschlicher gemacht”

Frank FuchsNachhaltiges SEO ist ein Widerspruch in sich. In einer Welt die sich derart schnell verändert und dies die einzige wirkliche Konstante ist kommen wir immer mehr wieder in eine Welt zurück aus der wir ursprünglich gekommen sind – klassisches Marketing.

Viele Faktoren spielen hier eine zentrale Rolle – natürlich muss man seine Hausaufgaben machen und die Technik muss funktionieren – aber das ist auch in allen anderen Industrien so. Was also tun wenn guter Rat teuer ist – was er im SEO Bereich wortwörtlich ist. Denn gutes SEO ist eine Multidisziplin, die einen an vielen Stellen fordert und integrativ im Sinne der Gesamtstrategie des Kunden ihren Platz hat oder finden muss.

„Tricks“ oder besser Lücken in den Systemen haben mittlerweile eine sehr kurze Halbwertszeit – was man in den späten Jahrendes 20ten Jahrhunderts noch über Monate hinweg „gerockt“ hat wird heute in den meisten Fällen eine Sache von Wochen oder Tagen.

Das Alles ist langwierig und Anstrengend – und kostet Geld. Aber das kostet ein Stand auf dem Viktualienmarkt – wenn man so will die Top Ten in den SERPS. Auch und es dauert auch dort Zeit seine Kundschaft zu finden bzw. gefunden zu werden diese langfristig zu halten und dadurch Gewinne zu erzielen.

Suchmaschinen werden – im positiven Sinne von den Nutzern immer mehr dahin gedrängt „menschlicher“ zu werden – sowohl Inhaltlich als auch in der Kommunikation. Dorthin sollte man seinen Blick richten um für die Zukunft gewappnet zu sein und in bestimmten Bereichen wie etwa der lokalen Suche heute schon von mehr menschlichen Appeal zu profitieren.

Denken Sie an das lachende Kinderschokoladenkind – der Mensch will auch emotional, und visuell angesprochen werden – das verlängert Verweildauer und Return-Rates, die dann wider langfristig zu mehr Besuchern und Umsatz führen.

Suche wird auch immer mehr zu einem impliziten System – wobei Anfragen nicht mehr explizit vom Nutzer  „geäußert“ werden sondern aus einem Mix aus sensorischen Informationen, gerade im mobilen Bereich und assoziativen & automatischen Suchanfragen bestehen. Wer sich dem verschließt dem geht es bald wie Kodak um ein Beispiel zu nennen, die die Digitalfotografie als nicht genügend umsatzrelevant abgetan haben und dann , als sie erkannten wie sich ihre Welt verändert – war es zu spät. Von 145,300 Mitarbeitern in 1988 bis hin zu einem Punkt im Jahre 2013 an dem man die drohende Insolvenz nur durch den Verkauf seiner Patente abwenden konnte.

Zum Schluss würde ich jedem der in dieser Brache langfristig Erfolg haben will raten – jeden Kunden und dessen Geschäft wie sein eigenes zu behandeln. Die Frage muss sein was würde ich machen, wenn es mein Geschäft wäre – was würde ich tun wenn es um das sprichwörtliche Essen auf dem Tisch meiner Familie geht. Dann klappt’s auch mit dem SEO.
Frank Fuchs, OSS Evangelist bei Microsoft und Blogger bei locallytype.com

Gerald Steffens – “Erfahrung gepaart mit gesundem Menschenverstand”

Gerald SteffensUnter nachhaltigem SEO verstehe ich Maßnahmen, die sich nahe genug an Googles Richtlinien orientieren, um jeglichen heutigen und zukünftigen Google Filtern und Penalties Stand zu halten Da sich Googles Regeln im Laufe der Jahre ändern können, bedarf es einer gewissen Vorausschau. Dazu genügt i.d.R. Erfahrung gepaart mit gesundem Menschenverstand. Google möchte am liebsten nur die besten Inhalte oben listen, und braucht zur Bewertung zur Zeit immer noch menschliche Unterstützung. Einmal in Form von gut strukturierten Inhalten, die sich um die jeweiligen Keywörter und die damit assoziierten Userfragen drehen, einmal in Form von Links und Verknüpfungen (Trust/Authorship), die als Empfehlung für ein Dokument gewertet werden können und einmal in Form von entsprechenden User-Signalen, die etwas über die Zufriedenheit mit dem begutachteten Dokument aussagen. Daraus folgt, man sollte Inhalte abliefern, die besser sind als die der Konkurrenz. Inhalte, die User anziehen und vor allem, die User zufrieden stellen. Und solange Links im Algorithmen-Mix der stärkste Hebel sind, kommt man nicht drum herum, direkt oder indirekt für Linknachschub zu sorgen. Je natürlicher und freiwilliger ein Link entsteht, um so länger seine Halbwertszeit. Ein versteckter Link hat keinen Wert. Einen guten Link muss ich (selbst einem Qualityrater) offen zeigen können.
Gerald Steffens, der SOS SEO Blogger

Ines Schaffraneck – “Zeit und Energie in den Aufbau von Beziehungen investieren”

Ines SchaffranekNachhaltigkeit in Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung sind für mich Maßnahmen, die über einen längeren Zeitraum hinaus ihre Wirkung entfalten.

Dazu kann gehören, dass ich die Existenzberechtigung meiner Dokumente in den ersten Suchergebnissen verteidige, indem ich sie über das Veröffentlichungsdatum hinaus pflege und gegebenenfalls erweitere und revidiere.

Nachhaltig ist für mich auch, Google nicht als einzige Suchmaschine zu begreifen, da Menschen nicht nur über Google nach Antworten suchen. Andere Plattformen und Portale haben ebenfalls Suchfunktionen, für die es sich lohnen kann, zu optimieren.

Im Linkaufbau ist es unter Umständen sinnvoller, Zeit und Energie in den Aufbau von Beziehungen zu investieren, da sich Beziehungen nicht so leicht kopieren lassen und über den Moment hinaus Wirksamkeit entfalten können.

Spätestens an dieser Stelle stellt sich die Frage nach dem Umgang mit Ressourcen. Suchmaschinenoptimierung ist auf vielen Ebenen aufwendig und mühsam. Deshalb sollte man über eine valide Entscheidungsgrundlage verfügen, bevor man Zeit, Geld und Energie aufwendet.
Ines Schaffraneck, Produktmanagerin bei der wirkungsvoll GmbH und Bloggerin unter pheminific.de

Maximilian Muhr – “Nachhaltige SEO-Strategie ist 100% White-Hat”

Maximilian MuhrNachhaltige und wirksame SEO-Optimierung ist kein Widerspruch. Schnell wirksame SEO-Maßnahmen hingegen sind in vielen Fällen nicht dauerhaft nachhaltig.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat eine gefühlte Mehrheit der Suchmaschinenoptimierer reinen Link-Aufbau betrieben, um eine Webseite zu optimieren. Es gab und gibt leider immer noch viele SEOs, die Links künstlich erzeugen oder sogar kaufen und denen komplett bewusst ist, dass dies gegen die Google-Guidelines verstößt. Es waren wirksame Maßnahmen, aber nicht nachhaltige.

Ähnlich sah es beim Text aus. Es gibt immer noch Seiten die „SEO-Texte“ online haben – also viele Wörter die einfach nur existieren damit Google diese liest, die aber für echte Besucher höchst langweilig sind. Auch hier gibt es zahlreiche Beispiele für schnell messbare Ranking-Verbesserungen, doch auch das ist nicht nachhaltig.

Jeder Versuch der Manipulation ist nicht nachhaltig!

Google wird jeden Tag besser darin zu erkennen, welche Seiten wirklich gut sind und welche nur simulieren gut zu sein. Die einzige mir bekannte wirklich nachhaltige SEO-Strategie ist 100% White-Hat. Das bedeutet hochqualitative Inhalte zu einem Thema zu schaffen, die von den Nutzern in Social-Networks freiwillig geteilt und von anderen Webmastern verlinkt werden.

Natürlich kann es in ganz vielen Fällen Sinn machen schnelle Ergebnisse zu wollen, alles auszureizen und den grauen bis schwarzen SEO-Weg zu wählen. Es gibt genug veröffentlichte Beispiele von SEOs die gegen Google-Richtlinien verstoßen, künstlich Backlinks erzeugen, SEO-Texte schreiben und damit temporär viel Geld verdienen.

Kurzfristiger Grey-Hat-Erfolg ist aber etwas komplett anderes als nachhaltige SEO-Maßnahmen.

Wer nicht bereit ist im schlimmsten Fall sein Projekt umzubenennen, der sollte den nachhaltigen Weg wählen. Insbesondere Unternehmen, die über Jahre mühevoll eine Brand aufgebaut haben, können es sich nicht erlauben einfach mal so die Domain zu wechseln oder online ganz von vorne anzufangen.

Wer für sein Unternehmen eine SEO-Agentur beauftragt, sollte sich erst mal fragen, ob er intern genug Know-how hat zu beurteilen, welche Folgen eventuelle Maßnahmen des Dienstleisters haben könnten. Für jeden, in manipulativer Absicht, aufgebauten Link sollte genügend Geld zurückgelegt werden, um diesen ggf. wieder entfernen zu können. Schaut euch das folgende Video zu Link-Risk-Management an, wenn ihr wirklich plant SEO mit Links zu machen.

Wer intern kein SEO-Know-how hat sollte erst mal in eine Schulung investieren, bevor er auch nur ein Euro für Link-Kauf ausgibt.

Meiner Ansicht nach definiert sich nachhaltiges SEO u.a. im lösen aller Onpage-Probleme und dem löschen überflüssiger URLs. Mit regelmäßiger Teilnahme an Konferenzen und Schulungen zum Thema Online-Marketing und SEO baut man sich einen soliden Wissens-Stand auf, um eine nachhaltige SEO-Strategie für seine Seite bzw. die des Kunden zu entwickeln.
Maximilian D. Muhr, Geschäftsführer poliSYS UG

Michael Kohlfürst – “Nach dem SEO ist vor dem SEO”

Michael KohlfürstSEO-Optimierung ist für viele Marketer gleichbedeutend mit Google Optimierung. Dies kann ausreichend sein, wenn der Zeitraum und Segmente oder die Regionalität auf den DACH Raum beschränkt ist.

Denkt ein Unternehmen Nachhaltig, erweitert sich die Suchmaschinenoptimierung auf das gesamte Web zu Universal Search – der Universellen Auffindbarkeit. Hierzu zählen (Inter)nationale Suchmaschinen-Kaliber wie Seznam, Bing, Yahoo sowie Yandex, Baidu und viele mehr. Doch auch bewegte Bilder bei YouTube, Präsentation auf Slideshare sowie Bilder auf Pinterest oder Instagram gehören dazu um nur einige zu nennen die heutzutage für Digitale Reichweite sorgen.

Die Soziale Suche und deren Signale wie Shares als Auffindbarkeits-Faktoren verpflichten zu Diensten wie Facebook, Google+ oder Yelp bis hin zu wo Marke und SEO im Employer Brand bei XING, LinkedIn und Kununu strahlen. Big Data ist hungrig nach strukturierten Daten im Schema.org Standard sowie 24/7 Bewegungsprofilen von Nutzern und deren Bewertungen.

Die Optimierung für mobile Geräte sowie Second Screens wie Tablets wird nun erweitert durch die Google Dienste für Wearable, TV sowie Auto mit starkem lokalen Bezug sind das sich ankündigende Potential für SEOs und Marketing.

Ziel ist mit Themen und deren Keywords auffindbar zu sein und diese strukturiert in den oben genannten Netzwerken zu kommunizieren. Benutzerfreundliche Inhalte die Fragen beantworten und Information vermitteln, sind Top für alle Kanäle.

Übernehmen Sie Verantwortung! No-Goes sind Stillstand und der Kauf von Absolution durch teure Tools die nicht verwendet werden sowie das Einbuchen auf Branchenspezifischen Plattformen die alle mit gleichem Inhalt versorgt und nicht regelmäßig gewartet werden. Schnelle Erfolge durch Verstöße gegen die Richtlinien der Webdienste-Anbieter sind für Nachhaltiges SEO ebenfalls zu unterlassen.

Und zu guter Letzt: messen Sie Ihre (Miss)Erfolge und leiten Sie daraus neue strukturierte Handlungsanweisungen ab. Denn nach dem SEO ist vor dem SEO.
Michael Kohlfürst, Gründer und Mitglied Geschäftsleitung der PromoMasters Online Marketing Ges.m.b.H.

Michael Roth – “Welche SEO-Maßnahmen haben eine anhaltende Wirkung?”

Michael Roth Was verstehen wir unter “nachhaltig”? Laut Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit) hat der Begriff Nachhaltigkeit 3 Mögliche Bedeutungen, wobei wir hier mal von der ursprüngliche Bedeutung ausgehen, da die andern 2 sich auf die Ressourcennutzung selbst-regenerierender Systeme beziehen. Die ursprüngliche Bedeutung von Nachhaltigkeit, abgeleitet von dem Verb nachhalten, ist also “über eine längere Zeit anhaltende Wirkung”.

So, welche SEO-Maßnahmen haben also eine über längere Zeit anhaltende Wirkung? Unterscheiden wir hier mal nach offpage und onpage:

Offpage: alle Linkbuildingmaßnahmen, die Links “produzieren”, die a) von qualitativ hochwertigen und themenrelevanten Webseiten kommen und b) über längere Zeit, d.h. mindestens 12 Monate – besser länger (für größere Nachhaltigkeit s.o.) –  unverändert bestehen bleiben.

Onpage: Hier wird die Sache schon etwas schwieriger, weil: “Outstanding Content” allein reicht inzwischen nicht mehr, da Google selbst den besten Content mit der Zeit niedriger rankt, wenn sich auf der Seite nicht ständig neuer Content “einfindet”…  Von daher ist die stete Erweiterung und Weiterentwicklung des Content die “nachhaltigste” SEO Maßnahme – ob man aber hierbei im engeren Sinne überhaupt von Nachhaltigkeit sprechen kann ist jedoch die Frage, da jede Maßnahme nur dann “nachhaltig” ist, wenn sie durch ständig neue Maßnahmen gestützt wird.

So dass man eigentlich an nachhaltigen Onpage Maßnahmen hauptsächlich nur mehr die technischen Aspekte bezeichnen kann. Als da wären: Serverinfrastruktur zur Sicherstellung von Erreichbarkeit und Auslieferungsgeschwindigkeit der Webseiten, sowie eine saubere Informationsarchitektur, angefangen beim einem stringent logischen HTML-Aufbau, über zusammen passenden URLs, Title-Tags, Descriptions und H1 auf jeder Seite, bis hin zu einer durchdachten internen Verlinkung.

Zusammengefasst:
1. Solide Serverinfrastruktur
2. gute Onpage-Strukturen (HTML, int. Verlinkung)
3. <strike>Fuck</strike> Embrace Inspiration (for always new great Content) and get (high quality) Links
Michael Roth, VP Operations at PR – Popularity Reference GmbH

Stefan Englert – “Sensibilisierung  der involvierten Mitarbeiter”

Stefan EnglertNachhaltigkeit beginnt schon am Anfang. Die technische Basis muss gegeben sein. Hier erlangt man meist schon sehr einfach Wettbewerbsvorteile. In den meisten Fällen wird diese Basisarbeit nur unzureichend erledigt. Ebenso das Ausschöpfen der AddOns wie Rich Snippets und strukturierte Daten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sensibilisierung  der involvierten Mitarbeiter. Vielfach werden SEO Maßnahmen über einen gewissen Zeitraum durchgeführt, doch was ist danach? So muss den Entscheidern, dem Marketing und  der Technik ein Gefühl für das Thema SEO vermittelt werden. Nur so kann ein Unternehmen den Weg erfolgreich weitergehen.

Natürlich funktioniert die dunkle Seite und der vorgelagerte Graubereich. Dies ist jedoch meiner Meinung ein Thema, das im Agenturgeschäft nichts verloren hat. Für kleine Projekte, die man verbrennen kann und die Erweiterung des eigenen Fachwissens, ist es sicherlich nicht verkehrt. Das Austesten der Grenzen, festigt die seriöse Basis.
Stefan Englert, Inhaber intraDAT

Thomas Promny – “Produktion von nützlichen Inhalten”

Thomas Promny„Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung“ hat sich seit 10 Jahren bis  auf technische Feinheiten nicht verändert: Sie sorgt für die Produktion von nützlichen Inhalten und dafür, dass diese für Suchmaschinen gut strukturiert auffindbar gemacht werden.

Im Bereich des Linkbuilding sorgt der nachhaltige Suchmaschinenoptimierer  für inhaltlich sinnvolle Verlinkungen und nie solche, die auch als Werbung wahrgenommen werden könnten.
Thomas Promny, Internet-Unternehmer Velvet Ventures GmbH

Torsten Tromm – “Was heute noch richtig ist, kann morgen schon falsch sein”

Torsten TrommNachhaltigkeit im SEO ist grundsätzlich ein schwieriges Thema. Auf der einen Seite, geht der „Trend“ da hin, Content als Assets zu definieren und man möchte diese Assets nachhaltig pflegen und optimieren, um sie zu einem langfristigen Bestandteil einer Wertschöpfungskette zu machen. Auf der anderen Seite bewegen wir uns in einem extrem schnelllebigen Markt, in dem nichts so alt wie der Content und die Optimierungsmethoden von gestern ist. Nicht zuletzt auch deswegen, weil wir uns in einem Umfeld bewegen, in dem ein Monopolist – Google – nach Belieben und in kurzem Intervall die Spielregeln ändert. Nachhaltigkeit im SEO kann unter diesen Voraussetzungen also eigentlich nur als das permanente Streben nach Nachhaltigkeit definiert werden, da tatsächliche Nachhaltigkeit immer nur aus der gegenwärtigen Perspektive bewertet werden kann. Die Definition von Nachhaltigkeit unterliegt also einer andauernden Evolution.

Überspitzt ausgedrückt bedeutet das: Was heute noch richtig ist, kann morgen schon falsch sein.

Vor wenigen Jahren hätte ich z.B. einen „trustworthy Universitätslink“ im Vergleich zu 100 Social Bookmarks noch für nachhaltig gehalten. Heute würde ich in Frage stellen, ob Linkbuilding an sich überhaupt nachhaltige Werte schaffen kann. Für die tägliche Praxis kann das eigentlich nur bedeuten, dass man seine Methoden einem permanenten Evaluierungsprozess aussetzen muss.

D.h. eine der wichtigsten Aufgaben von SEOs muss heutzutage die genaue Beobachtung Googles bzw. auch des restlichen Suchmarktes sein: Was kommunizieren die Sprecher und PR-Abteilungen? Was erzählen (Ex-)Mitarbeiter zwischen den Zeilen und nach dem dritten Bier? Welche Jobs werden ausgeschrieben?  Welche Patente werden erteilt? Welche Firmen gekauft? Und was bedeutet das jeweils für das Big Picture? Nur so habe ich als SEO eine Chance frühzeitig Entwicklungen und damit verbundene Risiken zu erkennen und meine Methoden rechtzeitig entsprechend anzupassen, um so so nachhaltig wie eben möglich, zu arbeiten.
Thorsten Tromm, Head of SEO / Head of SEO & Customer Intelligence bei Chefkoch.de

Johannes Weisensee – “Bedürfnisse des Kunden an die erste Stelle setzen”

Johannes WeisenseeNachhaltig arbeiten oder Geld verdienen?

Scheinbar ist das für viele SEOs nach wie vor eine Frage, die Sie sich regelmäßig stellen. An und für sich absurd, denn wenn ich in ein Thema viel Zeit und Geld investiere möchte ich idealerweise auch nachhaltig davon profitieren und nicht nur für einen kurzen Zeitraum.

Ich denke, dass sich dieses Thema früher oder später selbst lösen wird – und zwar dahingehend, dass man an einer nachhaltigen Strategie und Optimierung im Bereich SEO nicht vorbeikommt. Denn wer mit unsauberen SEO Methoden befristet den Google Algorithmus überlistet muss jederzeit damit rechen, dass ihm seine Erwerbs-Grundlage wieder wegfällt, wie auch bei etlichen kleineren Linkbuilding-Agenturen in der Vergangenheit zu sehen war. Momentan kann man sicherlich kurzfristig mit immer neuen Projekten noch  Erfolg haben, aber dauerhaft wird man hier gegenüber Google oder eventuell auch gegenüber rechtlichen Bestimmungen unterliegen. Spätestens, wenn man SEO nicht für eine kleine Affiliate Seite betreibt sondern für einen größeren Konzern führt kein Weg an einer nachhaltigen SEO Strategie vorbei. Hierzu gehört für mich in erster Linie eine fundierte und konsequente Optimierung aller Onpage Aspekte. Dies kann zwar ein langwieriges Unterfangen sein, bildet jedoch die Grundlage für alle anderen SEO Maßnahmen. Wer diese Hürde genommen hat sollte sich darauf konzentrieren, die Inhalte möglichst ansprechend für den Nutzer zu gestalten. Im nächsten Schritt kann nun die gesamte Palette des Content Marketings zur Link- und Trafficgenerierung umgesetzt werden, da nun sowohl Google wie auch User eine verständliche und optimierte Website vorfinden werden, und bei entsprechend attraktiven Inhalten werden auch die Social Signals nicht auf sich warten lassen. Wer die Bedürfnisse des Kunden an erste Stelle setzt hat den Weg hin zu einer nachhaltigen Optimierung bereits beschritten.

Denn wer heute noch denkt, dass er mit billigen Links/Forenspam etc. länger als ein paar Wochen Erfolg mit einer Website haben wird sollte sich ernsthaft darüber Gedanken machen, wovon er in ein paar Jahren die Hosting-Gebühren für sein eigenes Spamnetzwerk bezahlen möchte. Und auch das bloße Erstellen von minderwertigen SEO Texten wird kaum zum Erfolg führen, da kannn die wdf*idf Kurve noch so schön sein, früher oder später wird sich auch hier der Nutzer fragen, ob er tatsächlich findet was er möchte.
Johannes Weisensee,  SEO Specialist – Telefonica Germany

Thomas Zeithaml – “Nicht an Optimierungsgrenzen gehen”

Thomas ZeithamlEine SEO Optimierung die nachhaltig ist, besteht oft aus Maßnahmen, die man kaum wahrnimmt. Wenn man einer Webseite ansieht, dass in großem Maße SEO betrieben wird, ist dies meiner Meinung nach schon auffällig und nicht nachhaltig. Dies betrifft sowohl Onsite- als auch Offsite-Maßnahmen.

Google geht den Weg, Webseiten immer mehr aus Sicht des Surfers zu interpretieren. Verweildauer, Absprungraten und in Zukunft wohl auch Social Signals sind Beispiele für Nutzersignale, die in den Algorithmus einfließen.

In einer nachhaltigen SEO Optimierung geht es für mich vor allem darum, nicht an die Optimierungsgrenzen zu gehen.

Es geht im SEO nicht nur darum, das Maximale aus einer Domain herauszuholen, sondern die einzelnen Barrieren zu beseitigen. Vor allem sollte die Maßnahmen mit einem Weitblick betrachtet werden. Ändern sich bei Google die Positionen, ändert sich auch die WDF*IDF Gewichtung und der Erfolg dieser Maßnahme. Somit muss bei jedem Faktor eine Betrachtung auf Wirkungsdauer berücksichtigt werden. Durch eine gute Struktur und Inhalte erstellt man Webseiten, die gleichermaßen Anklang bei den Suchmaschinen und Nutzer finden werden. Aus diesem Grund sehe ich in diesem Umfeld sehr nachhaltige Maßnahmen.
Thomas Zeithaml, Geschäftsführer der Seoratio GbR

Frank Hohenleitner – “Nur ein ruhiges Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen”

Frank Hohenleitner

Nach den Google Updates und Manual Actions der vergangenen Monate ist Nachhaltigkeit bei der Suchmaschinenoptimierung eigentlich nichts über das man noch diskutieren müsste. Wer im Auftrag Dritter als Agentur, Dienstleister oder Angestellter Webseiten optimiert, sollte verantwortungsvoll mit der übertragenen Aufgabe umgehen. Als SEO sollte man sich stets hinterfragen: würde ich das mit meiner Seite auch machen? Wäre ich bereit dieses Risiko bei meiner Webseite oder gar für meine Existenz einzugehen? Aber was passiert wenn man für seinen Schaden haftbar gemacht wird? Kann man den Verdienstausfall schätzen oder gar messen? Und wenn ja, bin ich in der Lage Schadensersatz zu leisten oder ruiniere ich damit nicht auch noch meine eigene Existenz?

Die wirtschaftlichen Konsequenzen einer Penalty, eines Filters oder manuellen Maßnahme sind im Voraus nur schwer abzusehen. Daher ist es gar nicht erst möglich Risiken zu rechtfertigen oder Opportunitätskosten zu kalkulieren. Dem kurzfristigen Mehrwert stehen eventuell langfristige Schäden gegenüber. Kaum einer weiß was nach einer Reinclusion oder Reconsideration noch an der Domain „haften“ bleibt und ob man sich nicht langfristig Chancen verbaut.

Oftmals ist es besser bescheiden und maßvoll zu bleiben und sich mit dem zweiten oder schlechteren Platz abzufinden. Dies kann sich dann in der langen Frist positiv auswirken.

Aus Kundensicht sollte man daher stets Referenzen der Agentur erfragen. Agenturen die sich lange am Markt bewährt haben, haben vermutlich nicht viel falsch gemacht – wenn der Ruf gut ist. Neben den Referenzen spielt aber auch die Transparenz eine Rolle: welche positiven Effekte haben die Maßnahmen? Mit welchen Risiken gehen sie einher? Begebe ich mich damit in eine Abhängigkeit gegenüber Dritten (IT Dienstleistern, Vermarktern, Werber- und Kooperationspartnern)?

Eine weitere spannende Frage ist aber auch die Wahl und Incentivierung der Partner. Es gibt unterschiedliche Ansätze alle SEO Stakeholder ins Boot zu holen, die einfachste wäre die performanceabhängige Teilvergütung. Die Incentivierung von Agenturen oder Mitarbeitern macht aber nur dann Sinn, wenn die Zusammenarbeit auf Langfristigkeit ausgerichtet ist und / oder nur nachhaltige Erfolge incentiviert werden. Ebenso müssen die Kosten und Investitionen der Agentur gedeckt sein – sonst macht die Arbeit für eine Seite bereits keinen Spaß und Sinn. Incentives für kurzfristige Erfolge führen oftmals auch nur zu kurzfristig erfolgreichen, riskanten Maßnahmen. Gerade bei SEO-Agenturen ist ein Qualitätswettbewerb dem Preiswettbewerb vorzuziehen.

Fazit: Es ist möglich nachhaltig zu arbeiten: sowohl auf der operativen Ebene als auch im Miteinander mit allen Stakeholdern. Nur ein ruhiges Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen: das gilt gleichermaßen für SEO Verantwortliche Inhouse als auch Extern.
Frank Hohenleitner, Director Consulting, Gesellschafter Catbird Seat

Markus Orlinski – “Besser sein als die Konkurrenz”

Markus OrlinskiFür mich ist nachhaltige Optimierung, wenn man mit Herzblut und Begeisterung versucht besser zu sein als die Konkurrenz. Hierbei setze ich Stategien und Methoden ein, die auf dem neusten Stand der Technik beruhen. Dazu gehört meiner Meinung auch dass man selbst Pionier ist, neues auszuprobieren. Wenn man dagegen nur Nachahmer von anderen ist, ist das weder kreativ noch nachhaltig. Selbstverständlich sollten alle Umsetzungen seriös sein. Bei allen Methoden, die grau oder schwarz sind, ist es nur eine Frage der Zeit wie lange diese funktionieren.

Wir arbeiten in einem sich ständig verändernden Marktumfeld. Wer nicht auf Stand bleibt und seine Strategie anpasst, der verliert langfristig.
Markus Orlinski, Geschäftsführer der Agentur Eagle Online Marketing GmbH & Co.KG

Nicole Mank – “Nachhaltiges SEO fügt sich in eine komplette Marketing-Strategie”

Nicole MankNachhaltiges SEO bedeutet für mich in erster Linie sich an die Google Richtlinien zu halten, also auch das Thema Linkbuilding neu zu definieren oder aber komplett an die PR auszulagern. Leider ist es heutzutage noch immer so, das viele Agenturen über Links Geld verdienen, da es „einfach“ und skalierbar ist.
Allerdings ist es meist nicht nachhaltig (auch wenn es hier sicherlich Ausnahmen geben mag). Nachhaltiges SEO fügt sich in eine komplette Marketing-Strategie, die individuell auf den Kunden abgestimmt ist. Hierbei muss man auch die Trends bei Google immer im Auge behalten und rechtzeitig technische Änderungen (wie z.B. Einbindung von Schema.org-Markup) vornehmen. Auch Themen wie die UX spielen eine entscheidende Rolle und müssen heutzutage in eine vernünftige SEO-Analyse einfließen.
Zusammenfassend bedeutet das:
* Technisch für Google optimiert
* Trends rechtzeitig abbilden
* UX beachten und ein „Einkaufserlebnis“ schaffen
* und wie immer: „Content is King!“
Nicole Mank, SEO Manager und Bloggerin bei she-seo.net

Alexandra Lindner – “SEO ist und bleibt eine vertrauensvolle Arbeit”

Alexandra LindnerDa Google über 90% Marktanteil in Deutschland hat, reden wir doch bei Suchmaschinenoptimierung in Deutschland letztendlich nur von Google-Optimierung. Google treibt jedoch den Bereich Onlinemarketing (SEO, SEA, SEM) immer schneller an: in letzter Zeit in mit einer Geschwindigkeit, dass man in einem normalen kleinen bis mittelständischen Unternehmen mindestens 1 Tag Vollzeit pro Woche ausschließlich für Weiterbildung bzw. Aufarbeitung von News (Lesen, Recherchen, Statistiken) aufbringen sollte. Diese Zeit und Weiterbildung wird Inhouse SEOs kaum freigegeben, weshalb SEO-Agenturen unbedingt zur Unterstützung (auch gegen die sog. Betriebsblindheit) dazugeholt werden müssen. Oft ist es für die Inhouse-SEOs auch eine Unterstützung, wenn ein externer SEO auf Fehler hinweist, die man intern nicht so offen kommunizieren kann. Ohne diese “Fleißarbeit” kann man heute kaum auf dem Stand bleiben und Onlinemarketing nachhaltig betreiben. Nachhaltiges SEO sollte darum heute selbstverständlich sein: intern im Unternehmen durch Überlassung von Arbeitszeit zur freien Gestaltung für Seminare wie z.B. SEOcampixx, Testen von SEO-Tools und Lesen. Extern bei der Betreuung durch Agenturen in langfristiger Zusammenarbeit. SEO ist und bleibt eine vertrauensvolle Arbeit, drum prüfe wer sich hier bindet: Jahresverträge oder Pauschalen von 150 Euro im Monat können niemals zu nachhaltigem SEO werden!
Alexandra Lindner, Head of SEO bei A-Agency | INTERNET-AGENTUR und Bloggerin bei www.seo-woman.de

Nils Römeling – “Fragestellungen der Suchenden beantworten”

Nils RömelingAus meinen letzten Erfahrungen heraus zeigt sich, dass Content noch mehr “King” ist und wird, als es ohnehin schon ist. Während man bei Verlinkungen noch mehr auf der Hut sein sollte, da Google seine Ansprüche stetig ändert, ist man mit gutem Content auf der langfristig richtigen Seite. Was ist nun “guter” Content? In meinen Augen sollte man Fragestellungen der Suchenden beantworten und auf Aktualität achten. Darauf kann man aufbauen und seinen Inhalt an den User genauestens anpassen.

Was ich nicht mehr mache? Profaner Linktausch oder Linkkauf. Hier heißt es Qualität statt Masse, denn ganz ohne Links geht es dennoch nicht. Bei einem Projekt im Sommer 2014 habe ich es geschafft, mehrere hochwertige Links von Tageszeitungen aufzubauen – allein durch Aktualität. Schaden sollten solche Links keinesfalls. Langfristig sieht so ein Linkprofil (Links auf Unterseiten, natürliche Anchor, zeitlicher Abstand) gut aus und sollte jedem Test von Quality Ratern standhalten.
Nils Römeling, selbständiger SEO-Affiliate bei reise-ebook.com

Leo Kobes – “Messen ist Wissen”

Leo KobesNachhaltige Suchmaschinenoptimierung oder besser gesagt eine nachhaltige SEO Strategie fängt bei der Definition der Strategie (strategische und kooperative Zusammenarbeit unterschiedlicher Abteilungen) und dem vorhandenen Budget an. Ein Online Webshop verfolgt oft eine andere Strategie, als ein lokales Unternehmen ohne Webshop. Ohne eine richtige Definition der Strategie, für was für ein Webprojekt auch immer, wird es meiner Meinung nach immer schwieriger sich langfristig zu behaupten.

Da sind wir dann auch schon bei dem ersten wichtigen Punkt, nämlich die potenziellen Besucher (Kundenprofil) kennen zu lernen und Ihr Verhalten zu analysieren. Sei es durch vorhandene Daten wie Analytics, Mitbewerber und/oder Keyword Definitionen. Auch eine kleine Adwords Kampagne sollte nicht fehlen.

Der Inhalt und Struktur einer Webseite (Onpage) ist und bleibt ein sehr wichtiger Faktor der SEO Strategie sowie, wenn gewünscht ein Publishing Plan und nicht zu vergessen die dauerhafte Kontrolle vorhandener Texte. Die Basis der Suchmaschinenoptimierung bleibt die Internetseite selber.

Lokale Suchmaschinenoptimierung gibt sehr viel her!

Auch die OffPage Optimierung (oft auch Linkbuilding genannt) wird immer mehr mit dem Branding einer Webseite (und sogar dem Marketing) zusammenfließen und sollte langfristig geplant werden. Wobei nicht nur die Rankingpositionen, sondern auch die Konversionsrate, die realen Käufe und andere Einnahmen regelmäßig kontrolliert und analysiert werden. Linkbuilding wird auch die kommenden Jahre ein wichtiger Faktor bleiben, wobei Qualität vor Quantität zu sehen ist.

Ein gesunder Mix aus verschiedenen Linkgebern kann und wird nie schaden. Es schadet aber nicht die Linkgeber und die Mitbewerber regelmäßig auf Ihre Qualität und den gewonnen Traffic  zu überprüfen.
Fazit:

  • Ohne einen Plan gibt es nur Schmarrn
  • Messen ist Wissen
  • Linkbuilding – aber bitte mit Themenrelevanz
  • Keine Webseiten ohne Interaktion (Call2Aktion)

SEO Leo Kobes, Inhaber der Byte Media GmbH

Tobias Fox – “SEO-Leidenschaft auf Kunden- und Agenturseite”

Tobias FoxNachhaltige Suchmaschinenoptimierung setzt meiner Meinung nach die absolut transparente Kommunikation mit dem Kunden voraus. Wir haben festgestellt, dass deutlich bessere Resultate dann erzielt werden können, wenn der Kunde zusammen mit der Agentur arbeitet und die SEO-Leidenschaft auf beiden Seiten entfacht. Zudem sollten seriöse SEO-Praktiken, ein umfangreiches, mehrjähriges Know-How des SEO-Verantwortlichen und den strategischen Weitblick in puncto Google und Co. müssen auf Seiten der Agentur nachweislich vorhanden sein und natürlich auch erbracht werden. Damit SEO nachhaltig umgesetzt werden kann, müssen die wirklich wichtigen technischen, strukturellen und inhaltlichen Anforderungen an Website-Projekte sattelfest bekannt sein. In den meisten Branchen reicht es schon lange nicht mehr aus nur die SEO-Basics umzusetzen. Damit langfristige SEO-Erfolge erzielt werden können, sollten die Google Webmasterrichtlinien und die Qualityrater-Guidelines grundsätzlich verstanden und bei der Umsetzung berücksichtigt werden. Im Offpage-Bereich hat SEO eine 180 Grad Wende hingelegt. Denn Nachhaltigkeit erreicht man im Offpage-Bereich gerade im umkämpften Umfeld nur noch durch kreative Content-Konzepte, die durch wirksame Seeding-Strategien Traffic und natürliche Top-Backlinks erzeugen.

Absolutes Tabu sind heutzutage billiger Linkkauf und unseriöse SEO-Geschäftspraktiken im Onpage- und Offpage-Bereich. Von Dienstleistern, die mit Ranking-Garantien, günstigen Backlink-Angeboten oder SEO-Modellen für 199,- EUR im Monat überzeugen wollen, sollte man die Finger lassen. SEO ist viel zu komplex geworden und sollte nur vom Profi geplant und umgesetzt werden. An alle Website-Betreiber, die kurz vor einem Relaunch stehen noch ein wichtiger Tipp: Bitte denkt daran einen SEO-Fachmann in die Konzeptionsphase mit einzubinden. Sonst verliert Ihr im schlimmsten Fall nach dem Website-Launch sehr gute Rankings, Traffic und Umsätze. Viel Erfolg und Spaß beim Suchmaschinenoptimieren mit Herzblut!
Tobias Fox, Leiter Onlinemarketing, Coach / Speaker VERDURE Medienteam GmbH und Privater SEO-Blog www.tobias-fox.de

Ralf Zmölnig – “SEO ist das trojanische Pferd des Online-Marketing”

Ralf ZmölnigNachhaltig und SEO, zwei Welten prallen aufeinander. Warum? Weil in meinen Augen nur eine sehr überschaubare Anzahl der selbsternannten SEO´s wirkliche Strategien entwickeln, die für einen Kunden nachhaltig UND werthaltig sind. Das liegt meines Erachtens daran, dass der „gemeine“ SEO erwachsen ist aus einer Historie wo es sehr einfach war FÜR DIE Suchmaschine zu optimieren. Dann wurde eine Seite oft gut gefunden, und genauso oft der rollte der Rubel. Heute ist SEO nur mehr das trojanische Pferd des Online-Marketing. Und NUR wenn ein SEO sich von der SEO-Puppe in einen Onlinemarketing-Schmetterling verwandelt hat, kann er einem Unternehmen nachhaltig zum Erfolg verhelfen. Alle anderen bleiben Suchmaschinenoptimierer und werden aussterben. Nicht zuletzt weil auch zu viele davon immer noch fahrlässig und oft falsch mit den Grundgesetzmäßigkeiten des Marketings hantieren, und dadurch Kunden oft auch teils massiv schaden. Oder wie viele SEO´s kennst Du, die sich z.B. sicher im Rahmen einer Positionierierung oder eines Positionierungsmodells bewegen können?
Ralf Zmölnig (SEO & CEO der ROCKIT-INTERNET GmbH und Geschäftsführer der ROCKITdigital GmbH )

Johan v. Hülsen – “Bei nachhaltigem SEO steht der User im Mittelpunkt”

Johan v. HülsenFür nachhaltiges SEO muss der User in den Mittelpunkt. Rankings zu Keywords, die keine Conversion bringen sind betriebswirtschaftlich wertlos, das bei Bedarf zu erklären ist der erste Schritt zur nachhaltigen Suchmaschinenoptimierung. Daher stellt sich zuerst die Frage nach der Zielgruppe und ihren Interessen. Dafür sind Themen wichtiger als Keywords.
Technische Infrastruktur, interne Verlinkung und Informationsarchitektur werden häufig vernachlässigt. Denn sowohl für Kunden als auch für Dienstleister ist das Aufbauen von Links viel entspannter als an den technischen Grundlagen zu arbeiten. Gleiches gilt für SEO–Content (wenn ich das Wort schon höre), seine Position auf der Seite und die notwendige Diskussion mit dem Design–Department.
Aber diese Arbeiten lohnen: Eine sauber strukturierte, technisch gut aufgestellte Seite mit hilfreichem Content und toller User Experience ist ein echter Vermögensbestandteil des Unternehmens, den man selbst kontrolliert. Links auf fremden Seiten sind vergänglich und können stets neu gewichtet werden.

Notiz am Rande, weil es zu oft vergessen wird: Wir vergleichen Äpfel mit Birnen. SEO für eine Nachrichtenseite funktioniert anders als für einen Online–Shop. Optimierung im Finanzbereich ist anders als für Luftballons. Ein Einzelkämpfer muss mit anderen Methoden arbeiten, als ein 20 Mann Team.

Johan v. Hülsen (Geschäftsführender Gesellschafter bei Wingmen Online Marketing)

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