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Designbootcamp in San Stino

Kreative Power im Performance Marketing

Das netzeffekt Kreationsteam, das seit August 2016 um 2 weitere Köpfe erweitert wurde und nun eine Teamgröße von 9 Mitarbeitern erreicht hat, verfügt über jahrelange Erfahrung und Kompetenz im Bereich Online Marketing. Insbesondere in der Kreation spielt die Performance eine tragende Rolle, da Konzepte und Designs nicht nur stylisch & modern umgesetzt werden sollen, sondern letztlich auch zur Conversion animieren sollen. Nicht ohne Grund lautet das Motto der Kreationsabteilung Design zu kreieren das funktioniert und die Kunden zum Erfolg führt.

Denn gerade in einem so vertriebsorientierten Umfeld darf die Kreativität nicht zu kurz kommen. Daher hat sich die Kreation im Sommer 2016 zum Ziel gesetzt, aus den alten Rastern auszubrechen und sich mit neuen Trends, Ideen & Ansätzen auseinanderzusetzen, um diese für das Tagesgeschäft zu nutzen. Und wie lässt es sich am besten aus der Alltagsroutine ausbrechen? Jedenfalls nicht in gewohnter Umgebung, da sind sich alle einig…

Wo also lässt sich so eine kreative Auszeit am besten realisieren?

Wie gut, dass netzeffekt gute Kontakte zur Künstlergemeinschaft super+ pflegt, denn dank den 3 kreativen Köpfe bot sich für uns die perfekte Möglichkeit zum kreativen Austausch an.

Die Künstlergemeinschaft super+ wurde 2012 von dem Bildhauer und Multimedia-Künstler Alexander Deubl, dem Produktdesigner und Innenarchitekten Konstantin Landuris und dem Maler Christian Muscheid ins Leben gerufen. Seit Februar 2015 haben die Ateliers ein neues Zuhause in München/Moosach gefunden. Dort werden nun auf über 2000 Quadratmetern 50 Künstlerateliers bespielt. Desweiteren entstehen unter dem Namen super+ die unterschiedlichsten interdisziplinäre Projekte.

Eines dieser Projekte fand im Sommer 2015 in der Sommerresidenz in Veneto statt und ging glücklicherweise im Sommer 2016 in die zweite Runde – dieses Mal mit Unterstützung von netzeffekt.

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super+ CasaUgoAlto

In der Sommerresidenz in SanStino die Livenza kommen Designer, Künstler und Architekten aus verschiedenen Ländern zusammen, um alleine oder gemeinsam an eigenen Projekten vor Ort zu arbeiten. Dabei wird der interkulturelle Austausch vor Ort gefördert und mit gemeinsamen Besuchen der Biennale und nahen renommierten Firmen des italienischen Designs ergänzt. Dabei entstehen viele Arbeiten und neue Projekte, sowie ein enges Netzwerk unter den Teilnehmern. Zum Abschluss werden die erarbeiteten Projekte in einer Vernissage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Die kreative Auszeit

Diese begann für netzeffekt am 6. August 2016 und war für ganze 5 Tage geblockt. Der große Anreisetag war also für Samstag geplant. Kai und Claudia, Junior Konzepter und Junior Projektmanagerin, machten sich mit einem gemieteten Bus mit Sack und Pack auf den Weg zu den Toren netzeffekts, um den leicht angeschlagenen Michelangelo, Web Developer, und die fröhliche Agata, Art Directorin, abzuholen. Die Reiseroute wurde geplant und die Fahrt nach Italien begann. Aufgrund der Verkehrslage und zahlreichen Serpentinen erreichten wir nach ca. 6,5 Stunden das Hotel Da Gigi im warmen Italien.

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Schon am selben Abend erwartete uns die angekündigte Vernissage der Künstler in der Residenz CasaUgoAlto. Voller Vorfreude machte sich die 4er Gruppe auf den Weg zur Sommerresidenz, was recht einfach war, da in der kleinen Ortschaft schon die ersten Flyer zum Event zu finden waren. Der erste Eindruck der Umgebung war zwar verplant und etwas chaotisch, aber durchweg positiv. Alle versprachen sich einen kreativen Austausch, was sich so auch bestätigte. Schnell kamen die netzeffektler mit Konstantin & den anderen Künstlern und Besuchern in Kontakt. Die ersten Kunstprojekte, skurril wie auch provokativ:  3D gedruckte Tierprothesen eines jungen Mädchens, diverse Öl-Gemälde, Konstruktionen aus Stühlen, ein Bambuspfad im Gebüsch aber auch interessante Lichtinstallationen im Freien. Parallel dazu wurden große Pizzen bestellt, die ersten Weinflaschen geöffnet, Musik gehört und interessanten Konversationen geführt – über die ausgestellte Kunst, die Erlebnisse der Künstler in den letzten Tagen, aber auch über Privates. Die Gespräche wurden natürlich lustiger, je dunkler es wurde…

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Caorle

Am Sonntag, Tag Zwei, im schönen Veneto machte sich die 4er Gruppe auf den Weg nach Caorle, in die etwas touristischere Gegend, um erstmal gemütlich zu Frühstücken und die Sonne zu genießen. Bella Italia! Lässt es sich schöner in den Vormittag starten? Erst am Nachmittag erwartete uns Brucki, Creative Director der Kreationsabteilung, am Flughafen in Venedig. Endlich stieg die Anzahl der Beteiligten auf 5 – jetzt fehlten nur noch 2. Auch für das erste gemeinsame Abendessen, in fast vollständiger Runde, fiel die Entscheidung auf den Ort Caorle für das Restaurant Negretto. Ein herrlicher Platz direkt mit Blick auf das Meer erwartete uns. Aber auch fabelhafte Vorspeisen wie Melonen, Schinken und Sardellen wie auch leckere Pizzen, Salat und Pasta zur Hauptspeise vervollständigten unseren Abend.

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Das kreative Bootcamp

Am 8. August, dem eigentlichen Start unseres Bootcamps, war die Kreationsgruppe endlich komplett. Emanuel, Web Developer und Tatjana, Art Directorin, stießen endlich dazu, um gemeinsam mit uns den Tag zu gestalten. Zu Beginn stand erstmal ein großes gemeinschaftliches Frühstück in der Villa auf der Tagesordnung. Einige der Künstler leisteten uns Gesellschaft. Ziel der nächsten zwei Tage sollte es sein, sich mit den Themen Stop Motion (Video/Bewegbildanteil durch einfaches Video-Edition, Soundeffekte), 360 Grad Videos (Tiny World), 3D-Scan und Druck und Prototyping mit Hardware (Licht/Soundinstallation) zu beschäftigen. Aufregende Themen, die uns so im Daily Business nicht begegnen. Gut gestärkt machten wir uns an die ersten Experimente. Brucki, Michelangelo und Emanuel setzten sich zu Beginn zusammen und probierten sich im 3D-Scan/Druck, der Aufnahme von 360 Grad Videos und mit der Programmierung erster Sound- und Touch-Installationen aus. Wohingegen Jana, Kai, Agata und Claudia sich das erste Bastel-Equipment schnappten und die erste Bühne bauten für die folgenden Stop Motion Fotografien. Die Ideen sprudelten nur so, schnell war klar, dass eine blaue Isomatte, Palmenblätter, selbstgebastelte Schiffchen mit unseren Namen, sowie eine schwarze Decke (eigentlich eine Deutschlandflagge) zu einem Vulkan umfunktioniert werden. Das erste Setup für eine Vulkaninsel im Meer stand also – jetzt mussten nur noch step by step mehrere Bilder pro Sekunde geschossen werden. Besonders aufwändig war es, diese kleinteiligen Veränderungen darzustellen und möglichst viele Bilder hintereinander zu machen, dabei auf die Lichtverhältnisse zu achten und die Kamera möglichst fixiert zu halten. Nichtsdestotrotz gelangen uns die ersten Bilder. Die nächsten kleinen Experimente in Sachen Stop Motion setzten wir dann gemeinsam mit Michelangelo um. Bald lernten wir, auf was wir zu achten haben und dass weitaus mehr Bilder gemacht werden müssen, um im Anschluss ein Video zusammenzuschneiden. Auch Brucki und Emanuel verbuchten ihre ersten Erfolge und präsentierten stolz ihre Ergebnisse. Was für ein produktiver Tag! Um dem verdienten große Hunger entgegenzuwirken entschieden wir uns, die wunderbare große Küche zu nutzen und gemeinsam Spaghetti Bolognese (a la Buttitta) zu kochen. Es wurde groß aufgetischt, auch die verbliebenen Künstler gesellten sich wieder zu uns. Ein lustiger Tag ging zu Ende und wir verabschiedeten uns von Emanuel, der wieder zurück in seinen wohlverdienten Urlaub verschwand.

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Stop Motion und Storytelling

Auch der vorletzte Tag unseres Design-Bootcamps startete very Italian mit einem Espresso & einem Croissant an der Hoteltheke. Voller Tatendrang stürzten wir uns in die nächste Umsetzungsphase und teilten uns dieses Mal wieder in zwei Gruppen auf. Fokus lag wieder auf Stop Motion und dem Thema Storytelling. Jana und Michelangelo setzten ihre Idee von einem kleinen Pinguin auf Reisen und auf der Suche nach der großen Liebe, liebevoll um. Sie versuchten mit Zoom und Tiefenschärfe zu arbeiten, um so den Fotos den gewissen Feinschliff zu verpassen. Kai, Agata und Claudia überlegten sich ebenfalls mehrere Geschichten. Es wurde viel Herzblut in die Konzeption gesteckt und die einzelnen Szenen durchdacht. Zu Beginn wurde eine kleine Foodstory inszeniert und dann die Reise einer Flaschenpost dargestellt. Bei der Umsetzung wurde Hauptaugenmerk auf die unterschiedliche Perspektiven- und Locationwahl gelegt ebenso wurde mit Tiefenschärfe experimentiert. Parallel zur Fotografie versuchte sich Brucki derweil wieder an 3D-Druck und 3D-Scan. Zu guter Letzt nahmen wir nochmal ein paar 360 Grad / Tiny World Videos auf. Hierzu tobten wir uns auf dem großen Gelände vor der Villa aus und machten uns auf einen kleinen Spaziergang in den Stadtkern von San Stino. Alle Bilder wurden geschossen, die Stop Motion Stories wurden komplettiert und die Gruppe freute sich auf den letzten gemeinsamen Abend in Caorle.

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Fazit

Aufregende Tage liegen hinter uns, die Gruppe ist sich definitiv nähergekommen und konnte neue Impulse mit nach München nehmen. Was bleibt, sind witzige Erinnerungen, massig Fotomaterial, das nur darauf wartet bearbeitet und den anderen netzeffektlern präsentiert zu werden und 134 italienische Mückenstiche.

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