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Fifteen Seconds Europe

The future belongs to the curious ones – das war das Motto des Fifteen Seconds Festivals in Graz. Diesmal mischte sich auch netzeffekt unter die Neugierigen. Unsere Eindrücke von der interdisziplinären Zukunftskonferenz aus Graz teilen wir hier mit Euch!

VR-Fallschirmspringen, Drohnen-Wettfliegen und „Brain Dates“ mit Gleichgesinnten: In Graz konnte man seine Neugierde auch abseits von Vorträgen auf der großen Expo-Area stillen. Doch auch die Themen der Vorträge selbst waren breit gefächert: Von eSports über datenbasierte Kreativität bis Leadership, von UEFA über 9GAG bis McAfee, von Future Food bis Remember Your Inner Child – die Themen und Speaker boten für neugierige Geister aller Interessensgruppen allerlei inspirierenden  Input.

Eröffnet wurde das Festival von Heather Mills, Gründerin von VBites und Ex-Frau von Paul McCartney, die erzählte, wie es dazu kam, dass sie schon seit mehr als 20 Jahren – also lange bevor es cool wurde – veganen Fleischersatz entwickelt und verkauft. Gary Davis von McAfee berichtete später über die Kosten der Privatsphäre, und zeigte, welchen Brands Konsumenten am meisten vertrauen, wenn es um ihre persönlichen Daten wie Alter, Geschlecht, Adresse und Beziehungsstatus geht. Hier liegt laut Davis in Europa IKEA an erster Stelle, dicht gefolgt von Mercedes Benz und Microsoft.

Matthew Banks, früherer Vice President von Oracle, tanzte während seines Talks barfuß auf der Bühne, und plädierte dafür die eigene Kreativität auszuleben. Denn, so Banks, manchmal brauche es einen „Lone Nut“, also einen einsamen Verrückten, um Veränderung und Bewegung in die Welt zu bringen. Als metaphorisches Beispiel für Veränderungsprozesse zeigte er das Video eines einsamen Tänzers am Sasquatch Musikfestivals, der zuerst „First Followers“ und schlussendlich auch die „Happy Mainstreams“ anlockte.

Erfrischend war die Geschichte vom Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann, der mit amüsanter Offenheit seinen Weg vom „Spinner zum Winner“ teilte, und Mut dazu machte, seinen eigenen Vogel zu pflegen – denn: „… vielleicht legt er ja einmal ein Ei“.

Andrew Cross von Pornhub erzählte am zweiten Tag der Konferenz, wie es so ist Marketing Coordinator für eine Marke zu sein, die fast nirgendwo werben darf, und erklärte, wie ihm der österreichische Ort Fucking dabei hilft.

Am Ende des Festivals stand – neben der großen Afterparty – ein Interview mit Gregor Schlierenzauer, dem österreichischen Skispringer, der nach zwei Jahren Pause sein Comeback wagen möchte. Schlierenzauer erzählte authentisch, wie es ist, wenn nach einem Höhenflug der Erfolg ausbleibt.

Das Fifteen Seconds Festival hat nicht zu viel versprochen: Wir konnten definitiv über den Tellerrand hinausblicken und sehen, wie viele spannende Themen und Möglichkeiten die heutige (Digital-)Welt bietet. Und eines können wir bei all den Visionen bereits heute vorhersagen: Wir sind im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei!

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